OnTeamz // Der Ausbildungspodcast  Strukturen, Impulse & echte Gespräche

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Der Ausbildungspodcast

Transkript

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00:00:00: Du hörst heute den Ausbildungs-Podcast von Rondteams.

00:00:03: Schnell dich an und viel Spaß damit!

00:00:16: Ja, über vierzig Jahren Erfahrungen, die dabei haben sie einige Geschichten mit gebrannt.

00:00:44: Das eben um Ausbildungsbetriebe individuelle Konzepte aber auch ihr neunzig Tage Programm was sich jetzt schon richtig verrückt weiterentwickelt hat weil die Aufnahmen sind schon ein paar Tage her und es werden Sorgentelefone eingerichtet etc.

00:01:06: also da steht einiges an bei Kevin und Susanne.

00:01:12: Und dieses Gespräch, ich bin danach rausgegangen und war Feuer in Flamme.

00:01:20: So wie die beiden das Schildern hätte ich wirklich Lust.

00:01:27: Aber auf der anderen Seite haben sie einmal auch über ihre Ausbildungszeit berichtet, wie Sie ausbilden über all die Sachen, die Sie erlebt haben.

00:01:37: also wirklich auch sexualisierte Gefahr ist so ein Thema Stress, Burnout.

00:01:44: All solche Sachen und ja das Leben ist nicht nur so wie bei Gordon Ramsay Das habe ich danach ist ein ganz tolles Gespräch geworden.

00:01:56: Freu dich drauf Nimm was mit und melde uns gerne Rück wenn du irgendwo mithelfen magst Wenn du irgendwo für uns einen Feedback hast dann einfach Show Notes.

00:02:15: Wie viele Küchenerfahrungsjahre Sitzen jetzt hier zusammen mit euch

00:02:22: beiden.

00:02:23: Also bei mir sind es jetzt im April dreißig Jahre

00:02:27: geworden.

00:02:29: Geworben, ja dann erstmal herzlichen

00:02:30: Glückwunsch!

00:02:33: Ja weil wir sind zwölf seit zwei

00:02:36: tausend vierzehn.

00:02:37: Also

00:02:38: zweinvierzig.

00:02:38: Zweinvierzig?

00:02:39: Zweiund vierzig Jahre.

00:02:40: Weiß nicht, ob wir die Überstunden auch mitrechnen,

00:02:42: weil dann... Dann habt ihr die fünftige Magische locker wahrscheinlich hinter euch Okay.

00:02:54: Ist ja jetzt dann auch schon ein bisschen her, aber wisst ihr noch irgendwas aus eurem allerersten Jahr?

00:03:01: Wo ihr mal so eine Küche betreten habt und was da noch so los war?

00:03:06: oder ist es schon soweit

00:03:07: weg?

00:03:10: Also den ersten Tag in meiner Küche werde ich auch nie vergessen.

00:03:14: also das war schon besonders und

00:03:18: auch sehr komisch.

00:03:21: Das war

00:03:21: nicht mal in Deutschland, das war in Griechenland.

00:03:24: Da stand ich im Restaurant von meinen Elfern, die haben

00:03:28: da versucht

00:03:29: ein Restaurant zu übernehmen und da stand ich da als Koch ohne die Sprache zu können... Also ich musste Koch sein weil was anderes gab es nicht.

00:03:38: Entweder Koch- und Kellner oder Koch-und Kellner

00:03:44: also mehr

00:03:45: gab's nicht.

00:03:45: Es gab nur die beiden Auswahl.

00:03:48: Anfangs habe ich mich dann mit meiner Mutter in die Küche gestellt.

00:03:52: Ich weiß nicht, den ersten Tag, wo das Restaurant geöffnet hat, da kam ein Priester vorbei, der das abgesignet hat und es war schon komisch.

00:04:01: So traditionell über dem Griechenland kommt er zum Priester und segne das Restaurant

00:04:07: etc.,

00:04:07: und hat mich dort gedegnet – ich habe kein Wort verstanden!

00:04:11: Wir wussten auch nicht so wirklich was wir kochen sollten oder wie das überhaupt geht.

00:04:14: Wir hatten einen Kochbuch auf Griechisch und haben uns

00:04:17: da die Bilder angeguckt.

00:04:19: Ja, und das

00:04:19: war meine Laufbahn.

00:04:21: Dann ging

00:04:21: es los!

00:04:24: Okay... Und so Salle bei dir kam auch der Priester vorbei?

00:04:30: Nein, nein, nein tatsächlich nicht.

00:04:32: Ich wollte gar nicht in die Gastruh, ich hatte eigentlich... ...wollte ich von der Altsteilungskauf-Frau

00:04:37: machen..

00:04:39: ..und die letzte Bewerbung, die ich losgeschickt habe nachdem alle Bemuhungen irgendwie im Sande verlaufen sind.. ..war halt wirklich an dieses Catering und die hatten mich dann eingeladen.

00:04:47: Ich dachte, na ja gut okay, dann guckst du's dir mal an.

00:04:49: Dann habe ich tatsächlich vier Wochen gratis gearbeitet, um mir das Ganze anzugucken und war dann halt wirklich nur in einer Abteilung.

00:04:56: Und hab den ganzen Tag von morgens bis abends Kisten ausgepackt mit Essen drin.

00:05:00: Also ich war nur im... In der Abteilungen die das die Ware annimmt und vorbereitet für die Küche.

00:05:06: Aber allein

00:05:07: die größte

00:05:07: des Caterings.

00:05:08: also es war halt einfach...

00:05:10: Insgesamt machte

00:05:11: das Catering, das ich gelernt habe, für über zweihundertfünfzig Standorte Cook and Chill essen!

00:05:17: Also für behinderten Heime, für alten Heime Und für Kantinen.

00:05:20: Und einfach

00:05:21: diese Dimension, die fand ich so faszinierend... ...dass ich gesagt habe okay, ich will mir das ankommen und ich würde es lernen!

00:05:26: Und dann war ich tatsächlich auch nach der Ausbildung meine erste Veranstaltung, war das Deutsch-Schweizer Oktoberfest mit knapp elf Tausend Gästen am Tag über drei Wochen.

00:05:36: Da war ich dann die Küchen im Bereichsleitung.

00:05:38: Okay ganz andere Ausmaße, ne?

00:05:41: Genau.

00:05:41: also ich hatte schon locker eine halbe Million Gäste.

00:05:44: Okay verrückt.

00:05:45: Und bei euch in Griechenland wie viele Gäster hattet ihr

00:05:48: am Tag?

00:05:49: Also wir hatten am Anfang, im ersten Tag haben überhaupt keiner.

00:05:52: Der erste Tag war eine Katastrophe total weil es war auch noch Ostern gewesen und da seien die Griechen ja sowieso zu Hause mit ihren Familien und das wussten mir gar nicht mehr.

00:06:03: Tatsache ist meine Mutter und mein Vater an dem Tag auch noch weggegangen.

00:06:06: Die sind zum griechischen Essen gegangen und ich stand dort alleine in diesem Objekt.

00:06:12: Es war zwar schön, weil das war direkt am Strand

00:06:14: aber du

00:06:15: hattest schon ein Schiss gehabt.

00:06:16: So eine Heidemühung gestern hat ich dann nie gehabt.

00:06:20: Im nächsten Tag waren dann schon mehr

00:06:22: da.

00:06:23: Und im

00:06:24: Hochsommer haben wir dann auch bis zu ... ... vier, fünfhundert Leute

00:06:28: gemacht.

00:06:28: Also krass!

00:06:29: Ja.

00:06:31: Verrückt, verrückt, verrückt.

00:06:33: Und wenn ich dann in der Küche stehe?

00:06:35: Wir haben

00:06:35: vier Kinder und

00:06:37: dann bringen die noch ihre Freunde mit.

00:06:39: Dann ist es bei mir schon... Da ist es schon ein totales Chaos weil ich dann irgendwie für acht Leute kochen muss.

00:06:50: Habt ihr mir einen Tipp?

00:06:51: Könnte mir was empfehlen, wie es weniger Chaos wird wenn ich für zehn oder acht Leute kochen

00:06:56: muss?

00:06:57: Mison

00:07:00: plus.

00:07:00: Genau, Vorbereitung ist alles.

00:07:02: Vorbereitungen

00:07:02: ist alles okay.

00:07:02: Oder ganz klassisch für die Kinder bei McDonalds bestellen das

00:07:05: geht ja nicht.

00:07:12: Genau!

00:07:13: Wie oft seid ihr beim McDonald's?

00:07:18: Ich muss zugeben, ich habe noch nie einen Burger von McDonalds gegessen.

00:07:22: Ja... weil du schon davor wusstest, wie das ganze

00:07:25: Ding läuft.

00:07:26: Nee tatsächlich habe ich als kleines Kind schon kein Fleisch gegessen.

00:07:30: Ach so okay.

00:07:30: Aber ich kann

00:07:30: trotzdem mal...

00:07:33: Ich bin

00:07:33: eher Burger King als McDonald's.

00:07:36: Was sorry Kevin?

00:07:37: Ich bin eh eher Burger king

00:07:39: als McDonalds.

00:07:40: Ah ok aber gehst du trotzdem

00:07:42: auch mal?

00:07:43: Ja ab und zu also nicht so oft weil danach hast du immer wieder Hunger.

00:07:46: Also du musst dann ehe kochen.

00:07:47: Also wenn der endlich

00:07:48: ganz auf Elko.

00:07:52: Verrückt verrückt!

00:07:54: Okay, also jetzt haben wir da diese zweiundvierzig Jahre und ihr wart dann ja auch in der Ausbildung selber.

00:08:03: Und es gibt ja viele so Hollywood-Streifen wo's dann in der Küche so richtig so hergeht und die Pfannen fliegen und so entspricht das der Realität.

00:08:13: oder ist es überzogen?

00:08:15: Oder was sind so okay bei den Licken raus damit?

00:08:24: Du darfst anfangen!

00:08:26: Ja, also es war nicht in der Ausbildung tatsächlich.

00:08:28: Wie gesagt ich hatte Glück weil in dem Bereich wenn man mit Menschen mit Behinderung arbeitet ist das Ganze auch ein bisschen gesitteter.

00:08:35: Da sind natürlich dann auch die Betreuer mit Anwesend und so.

00:08:39: Das war eigentlich sehr lustig!

00:08:41: Also da hatten wir immer viel Spaß.

00:08:42: Wir uns gegenseitig nachgespritzt beim Bodenbischen oder sonst was... Das war schon ganz cool.

00:08:47: Aber die Pfannenflogen erst zwei Jahre später als ich im Allgäu in der Küche war Da war der Chef, glaube ich leicht cholerisch und er hat wirklich die Guss-Eiserne Panik durch den Raum in Zwaschbecken geworfen.

00:09:01: Also es

00:09:03: stimmt leider schon.

00:09:08: Ja ja also so wie es meistens dargestellt wird in den Filmen oder so ist auch so gewesen.

00:09:15: Ich sag mal gewesen das ist nicht mehr ganz

00:09:17: so

00:09:17: schlimm.

00:09:19: aber

00:09:21: ich

00:09:22: verstehe es auch teilweise weil der Druck ist ziemlich hart der da entstehen kann, vor allen Dingen jetzt in so einer Küche wo Allerkart gekocht wird.

00:09:30: Wo hunderte von Gästen reinkommen und hundere Essen haben wollen.

00:09:34: Und in dem Moment wenn dann was nicht läuft, wie es glauben soll, wird der Chef schon extrem schnell aggressiv.

00:09:43: Das merkt

00:09:44: man schon.

00:09:45: Pfannenfliegen

00:09:47: oder man... Wir hatten

00:09:49: auch schon, dass wir eben operant wurden mit irgendwelchen Geräten etc.

00:09:54: Es war leider

00:09:55: alles mit dabei Und ist die Strafung

00:09:58: mit der Zanderstück gefliesen putzen,

00:10:00: das hatten wir auch alles gehabt.

00:10:05: Aber das ist auch international sehr weit

00:10:07: verbreitet.

00:10:08: Das ist jetzt

00:10:09: nicht so dass es in meinem Land schlimmer ist eigentlich überall so.

00:10:13: Die Küche war schon extrem.

00:10:15: Es hat sich viel gewässert ja

00:10:17: aber trotzdem hat das Platz da ja.

00:10:23: Szeniert einen dann brutal viele Stunden zu arbeiten unter Zeitdruck?

00:10:31: Ich kenne ganz wenig Köche, die irgendwie mit dem Ferrari vorfahren.

00:10:38: Spürt man da nicht mit dem Gedanken zu sagen okay meine Ausbildung habe ich jetzt.

00:10:42: Danke!

00:10:43: Ich mache was ganz ganz

00:10:45: anderes... Also machen viele.

00:10:49: Leider machen das viele.

00:10:53: Da sie eben dann auch die falsche Ausspülung hatten ihnen dass eigentlich ist es ja warum wir das machen oder ... ist Gasgeber sein.

00:11:04: Du möchtest was Gutes

00:11:05: tun,

00:11:05: du... ... du bereitest eigentlich den Leuten einen schönen Tag so.

00:11:11: Das sind ja die Aufgaben von uns.

00:11:13: Ob das jetzt kochen ist, ob das ein Service ist oder ob das Bar ist und ob das Housekeeping ist,... ...du willst ja dass die Leute einen schönten Tag haben.

00:11:22: Und

00:11:24: das Thema Kochen

00:11:25: ist mehr Leidenschaft.

00:11:26: also es gehört wirklich eine gewisse Leidschaft dahinter, dass für dich mit den Sachen auseinandersetzt, dass du einen schöner Teller

00:11:31: machst auch geschaffter

00:11:34: Hämmerung

00:11:34: am Ende.

00:11:35: Du bist ja eigentlich so kochen wie die Oma, also das habe ich immer so vorgehabt was nie geklappt hat in den dreißig Jahren.

00:11:40: aber man probiert dass sich die Leute von da hin und sagen uuh das hat fast genauso

00:11:46: geschmeckt

00:11:46: als die Omas.

00:11:47: So das ist die Leidenschaft

00:11:48: dahin und

00:11:51: sie wird aber leider in diesem ganzen Druck

00:11:53: und

00:11:54: Pfannen schmeißen wird es eben nicht vermittelt und

00:11:59: sagen, hey

00:12:00: was will ich mit der Steuerzeit?

00:12:01: Geld verdiene ich kein.

00:12:03: Und Kösches sind eigentlich nicht gemacht dass sie unbedingt jetzt reich werden wollen weil die wollen das wirklich aus Leidenschaften.

00:12:12: Die wollen einen schönen

00:12:13: Tag machen ein schönes Gericht machen und Gelb würde das wenn du den zu viel Geld gibst würden die nur noch für Geld arbeiten.

00:12:25: Es muss eigentlich die Leidschaft überwiesen aber das wird dem halbe Fleisch vermittelt.

00:12:29: darum springen auch viele ab.

00:12:32: Also ich habe viele erlebt, die haben die Ausbildung gemacht und sind dann nach

00:12:35: Busfahrer geworben.

00:12:37: Es ist leider

00:12:38: so oder da haben wir eben auch die Ausbildungen schon vorher abgebrochen.

00:12:43: Ich stand auch kurz davor weil es war wirklich hart was man da durchgemacht hat.

00:12:49: Das sind ja nicht nur

00:12:52: die Stunden

00:12:53: in dem Restaurant verbringen sondern auch wie du behandelst wirst und was du eigentlich aufgibst dafür.

00:12:59: Und wenn das dann irgendwann auch nicht gerechtfertigt wird oder anerkannt wird von deinem Chef, sonst wie ist es dann schon scheiße.

00:13:08: Also man verliert auch... Ich habe meine Familie dadurch

00:13:10: verloren und ich habe

00:13:12: meinen Sohn nicht aufwachsen

00:13:13: sehen

00:13:13: weil ich nach der Karriere gegangen bin und die Hotels haben mich immerhin und hergeschmissen.

00:13:22: Man gibt viel auf dafür bekommt wenig

00:13:26: zurück

00:13:26: und wenn man dann aber auch die Anerkennung von seinem Chef oder von seinen Bezirken nicht

00:13:31: mehr bekommen, ist das ganz schön hart.

00:13:35: Bei dir warum bist du denn aus dem Allgäu?

00:13:39: Im Allgau kann man ja tolle Sachen machen.

00:13:41: was hat bei dir so diese Leidenschaft dann irgendwie ausgelöst?

00:13:46: oder die Faszination,

00:13:47: was ist das?

00:13:48: Also die Fastination kam schon in der Ausbildung tatsächlich weil ich durfte sehr früh viele Verantwortung übernehmen.

00:13:54: Ich durfte Caterings machen, Hochzeiten empfänge.

00:13:57: Das hat richtig viel Spaß gemacht!

00:13:58: Es war so schön immer die glückliche Brau zu sehen und wenn ich dann mit einem coolen Auto vorfahre oder so... Und du durftest den Leuten einfach einen schönen

00:14:04: Tag

00:14:05: machen.

00:14:05: Du durftes das noch ein bisschen besser machen als es eh schon war?

00:14:08: Das hat mich halt schon überfasziniert.

00:14:10: Es hat Spaß gemacht.

00:14:11: Dann hatte ich auch Veranstaltungen wie Flying Service auf der Messe, dass sich in einem winzig

00:14:16: kleinen Raum,

00:14:18: also das waren zwei Quadratmeter, vielleicht vier, maximal Und auf diesem Raum hatte ich einen Kühlschrank mitgetränkt und da drin, ihr sollt die Fingerfood vorbereiten für ein Flying Service.

00:14:28: Das war eine Katastrophe!

00:14:30: Aber es hat irgendwie funktioniert.

00:14:32: Mich hat das dann fasziniert immer dieses Größenverhältnis, diese Unmöglichkeit der Aufgabe und es doch dann hinzubekommen.

00:14:39: Das hat mich auch angetrieben.

00:14:41: Im Allgäu war's

00:14:41: cool, total toller Ort zum Lernen aber es war halt auch wieder dieses Verheizen.

00:14:47: Also möglichst wenig Personal, möglichst aus der eigenen Familie und dem Personal so wenig zahlen wie möglich.

00:14:52: Und so viele Gäste wie möglich in so wenige Stunden quetschen wie möglich, weil man sich nicht traut die Preise zu nehmen, die man verlangen könnte.

00:15:00: Der Koch unter den wir da gearbeitet haben, der hatte einen Talent!

00:15:03: Oh mein Gott, er hat

00:15:04: ein Lammkarek

00:15:05: kocht.

00:15:06: Da habe sogar ich als Vegetarier die Sauce probiert und fand die genial.

00:15:10: Also wirklich hätte man reinlegen können und er hat sich richtig Mühe gegeben mit seinem Essen, aber er hat Preise verlangt wo er den Tisch abends dreimal besetzen

00:15:17: musste

00:15:18: damit es sich für ihn rechnet.

00:15:20: Und dann hatte bis nachts

00:15:21: um

00:15:22: keine Ahnung halb drei noch die Abrechnung gemacht und Papiere und Bürokramen und musste dann morgens halt schon auch wieder anfangen damit ihr die ganzen Sachen hier alle von Hand herstellt auch rechtzeitig fertig habt bevor der Service losgeht.

00:15:33: Naja dass das irgendwie auf Dauen nicht funktioniert ist klar.

00:15:37: also ich meine die Leidenschaft ist da wenn man sich nicht traut die Preise zu nehmen, die man braucht.

00:15:46: Und am Personal zu sparen finde ich es der falsche Ansatz weil das Personal ist das wichtigste.

00:15:52: in dem Betrieb hast du kein Personal kannst du die Tür nicht

00:15:54: aufmachen.

00:15:56: Dein Aushängeschild ne?

00:15:57: Wenn sie so eine Fresse

00:15:58: ziehen.

00:15:59: Die müssen das leben ja genau und das ist halt auch der Impact den ich haben möchte dass halt wenn du jetzt dir vorstellst du bist total genähert du stehst auf bist vielleicht schon spät dran hast du's nicht geschafft zu frühstücken gehst ihr auf einen becken coffee to go holen.

00:16:12: Wenn diese Dame hinter der TKS nicht scharf dich anzulächeln, wenn sie keine Zeit hat und die super genervt ist von dir das du überhaupt anwesend bist, ist dein Tag noch mehr beschissen.

00:16:20: Wenn sie es aber schafft sich abzuholen, weil sie schon weiß was du trinkst und dich total freundlich begrüßt dann is dein Tag weniger beschissen.

00:16:27: und einer ist auch nicht so schlimm als wenn ich gefrühstückt hab.

00:16:29: Und ich finde dass müssen wir halt einfach

00:16:32: wieder eine

00:16:34: Gaste hochbringen.

00:16:35: Das Gastgeber

00:16:35: da sein

00:16:36: ist irgendwo verloren gegangen also... Also hier in Deutschland zumindest ist es so habe ich das Gefühl, dass unsere Arbeit an sich eigentlich keine mehr so richtig weiß warum er die

00:16:48: macht.

00:16:49: Er macht einfach nur eine Arbeit.

00:16:50: Er kommt rein stömmelt sich ein, macht seine acht Stunden hoffentlich nur die acht Stunden und geht dann wieder stömbel aus

00:16:57: und tschüss!

00:16:59: Das ist aber nicht der Sinn zum Gastgeber sein.

00:17:03: Also Gastgebersägen muss man schon

00:17:04: führen

00:17:04: und übermitteln auch.

00:17:09: Ich arbeite jetzt seit einiger Zeit

00:17:11: nur früh

00:17:12: im Frühstück aus gesundenheitlichen künften und wegen meiner familien.

00:17:18: für mich ist es immer so ein zier, wenn der gast früh reinkommt und schlecht laune hat wieder guten morgen noch sagt man sonst was.

00:17:24: dann ist das für mich so jetzt den lust du dass lächeln raus gibt die musik durchwarten dass da wenigstens hallo war oder guten morgens raus geht und das funktioniert auch meistens schon wieder viel mehr als es lohnt,

00:17:40: also wenn

00:17:40: die bezahlt wird.

00:17:41: Für mich ist das eine Bezahlung.

00:17:43: Wenn so der Data-Gas hat gelacht, schon alleine wegen dir, da er es freut sich wieder raus, hat sein Frühstück gemacht und schön.

00:17:50: Und das ist in Deutschland irgendwo verloren gegangen.

00:17:53: Die liegt auch viel daran, dass die Schäfte wie den Sosanischen sagt immer dieses Personaleinsparen.

00:18:00: Personaleinsparen, Personal... Wenn dein Team immer kleiner wird und es bleibt alles an Wiring, ist das irgendwo.

00:18:09: Man macht sich da kaputt und das war's dann.

00:18:12: Die Einsparung vom Personal ist momentan, also ich war in dem Moment ja für diesen Monat, ich spare wahrscheinlich tausend Euro ein

00:18:20: oder tausende abhundert Euro ein

00:18:21: aber im Endeffekt es ist ja ein Rattenschwanz der sich langzieht.

00:18:25: Du brauchst deinen Personal, du brauchst gutes Personal und dann funktioniert das

00:18:28: auch.

00:18:29: Und Corona-Zeiten haben uns ja gezeigt eigentlich wo das hinführt in der Gastronomie wenn du an Personal sparst.

00:18:37: Die gehen einfach weg und dann holen die rum, dass die Facharbeiter fehlen.

00:18:41: Obwohl sie ja nicht fehlen, sind

00:18:42: mehr woanders.

00:18:45: Ich habe es leider auch in dem Betrieb, wo ich gearbeitet hab, gemerkt ist zu Corona-Zeiten, die Hilfen

00:18:51: kamen

00:18:53: für die Restaurants.

00:18:54: Da kamen

00:18:55: viele, weil ich genutzt wurde.

00:18:58: Viele Restaurants haben gesagt okay wir tun jetzt die Küche neu machen, wir tun das machen aber nicht halben unser Personal.

00:19:12: Ich habe

00:19:32: direkt zwei Fragen zu dem Thema.

00:19:35: War es in Deutschland schon mal anders, ist die Frage Nummer eins und B Ist, habt ihr das in anderen Ländern irgendwie anders wahrgenommen?

00:19:45: Also dass dieses Gast geben dort irgendwie leichter von der Hand oder anders

00:19:50: ist.

00:19:52: Ja definitiv also.

00:19:53: ich war drei Wochen in Frankreich und habe dort im Ski Hotel gearbeitet sowohl im Service als auch in der Küche Und die arbeiten zusammen wie ein Urwerk.

00:20:01: Die bekommen nicht mehr Geld!

00:20:02: Die haben sogar Teildienst.

00:20:04: Das heißt sie sind den ganzen Tag in diesem Laden drin.

00:20:06: Sie gehen mittags in der Pause sogar noch Skifahren schnell und kommen dann wieder gehen alle zusammen und es kommen alle zusammen.

00:20:13: Und alle sind gut

00:20:13: gelaunt.".

00:20:15: Wenn du das in Deutschland anguckst, dann wird halt wie Kevin schon gesagt hat im Personal gespart.

00:20:18: wenn ich

00:20:19: abends drei

00:20:19: Leute übrig habe die zusammen putzen sollten und du schickst zwei nach Hause damit du da die Stunden sparsst.

00:20:25: Erstens braucht der eine länger weil er ja weniger Hände hat.

00:20:27: Das heißt doch viele Hände schnelles Ende und zweitens erst komplett demotiviert.

00:20:32: Wenn er der Arsch ist der alleine zu Ende putzen muss sorry für die Wortwahl aber so denkt man

00:20:36: sich das dann

00:20:37: halt?

00:20:37: Dann hat er kein Bock mehr!

00:20:40: geärgert auf die Kollegen, die früher gehen durften.

00:20:43: Und dann säßt

00:20:44: du mit uns!

00:20:45: Das ist halt nicht cool

00:20:47: und das zieht sich dann halt durch.

00:20:49: und dann hast du irgendwann Konflikt im Team.

00:20:50: und Konflikte im Team gibt Reibung und Reibungen bedeutet du bist nicht mehr so schnell und jede Sekunde zählt.

00:20:57: also

00:20:58: wenn ich mehr Zeit habe...

00:21:00: Ist es alles gewesen?

00:21:04: Ob's anders gewesen ist, ich würde mich sagen dass es grundsätzlich vielleicht mal anders war Ich bin noch nicht ganz so alt, dass ich das sagen kann, als es vor fünfzig Jahren anders war.

00:21:13: Aber ich sehe, dass es in Betrieben funktioniert.

00:21:15: Es gibt Betriebe, in denen funktioniert's.

00:21:23: Das ist nicht ein anderer Kontinent.

00:21:32: Die waren ein Team... die waren eine geschlossene Einheit!

00:21:36: Die waren

00:21:36: nicht jeder für sich und jeder für sein Gehalt und jeder seine Stunden sondern die waren ein team.

00:21:41: Sie waren

00:21:42: gemeinsam ein Team für den Gast Und der Chef stand mit in der Küche und der Chef hat sie auch gewertschätzt.

00:21:47: und der chef hat ihnen abends Essen gestellt und es war einfach ne Familie.

00:21:52: Und das fehlt hier.

00:21:54: Jeder geht essen wann er gerade kann, die Pausenzeiten sind oh ja wenn du jetzt gerade kein Gast hast dann kannst du in die Pause gehen.

00:22:00: jeder steht alleine im Hinterhof und raucht schnell eine oder schiebt sich kurz ein Brötchen rein.

00:22:04: da fehlt dieser Teamgedanke.

00:22:06: wir hatten zum Beispiel einen Ritual in Frankreich kurz vor dem Abend Service

00:22:10: standen alle hinten draußen und haben

00:22:12: von der Bar oben in den Tablett Espresso runter gereicht bekommen und alle zusammen haben erstmal ein Kaffee getrunken bevor es losging.

00:22:19: Das fehlte Deutschland.

00:22:20: Diese

00:22:20: Teambildungsmaßnahmen, da scheißt jeder drauf und ich weiß nicht wieso.

00:22:24: Ich versteh es mich.

00:22:25: Wir hatten das tatsächlich auch in Italien gehabt.

00:22:27: Entschuldigung, dass sich unterbrochen hat.

00:22:30: In Italien hatten wir das sogenannte Personalessen.

00:22:35: Ich

00:22:35: weiß nicht

00:22:37: wann ich mal Nichtteildienst gearbeitet habe.

00:22:40: Wir haben Personalessen gekocht, das war nach der Schicht und da ist auch jeder da geblieben.

00:22:45: Da ist die Chefin... Die Köche, die der Service das in alle da geblieben hat.

00:22:51: Auch die, die Familien hatten und die mal kurz zur Familie gehen

00:22:53: durften...

00:22:54: ...in einer

00:22:56: oder

00:22:56: zwei Stunden Pause, die sind da gebleiben.

00:22:59: Wir haben zusammen gegessen,

00:23:00: wir haben alle

00:23:00: zusammen am Tisch gegessen,... ...und danach wurde abgeräumt, dann sind wir nach Hause gegangen... ...zur Familie oder sonst wohin und dann sind mir wieder auf Arbeit

00:23:07: gekommen.".

00:23:09: Und das habe ich in Deutschland noch nicht so gehabt weil es zeitlich irgendwie nicht reingepasst hat im Deutschland!

00:23:15: Ich habe das damals im Brauhaus versucht anzufangen, Personalism zu machen mit denen

00:23:20: die Spätschicht

00:23:21: hatten.

00:23:22: Die die Frühschicht hatten und wir in der Küche hatten sowieso Teildienst.

00:23:26: aber das war mein klares Nein.

00:23:28: Nein ich komme erst auf Arbeit, ich fange aus einer Stunde an.

00:23:31: warum solche eine Stunde eher kommen?

00:23:33: oder noch schlimmer es kamen sogar Leute die wollten sich dann erstmal einstellen wollen.

00:23:37: Das ist doch Arbeitszeit wenn ich auf Arbeit bin so und das macht alles kaputt weil Bei uns in Italien war das egal, wir sind da geblieben weil das mal kurz Spaß gemacht

00:23:50: hat.

00:23:50: Einfach

00:23:50: mal dort zu essen oder zu machen.

00:23:53: Meistens haben die Auszubildenden gekocht

00:23:55: bei uns in der Italien.

00:23:56: Die haben dann Personalessen gemacht und wir sind

00:23:59: sitzengeblieben,

00:24:00: haben dort gegessen zusammen, haben uns unterhalten, haben einen Witz gemacht.

00:24:03: es ging nicht um die Arbeit vielleicht

00:24:05: auch mal kurz

00:24:06: aber das war's

00:24:07: und

00:24:08: das stärkt das Team Und die Italiener, die machen das aus Liebe.

00:24:13: Also sie lieben ihren Beruf.

00:24:15: Die lieben auch das Gasgeber sein schon

00:24:18: an sich

00:24:20: und verbinden Essen nicht mit einfach nur Essen und gut ist?

00:24:25: Nein!

00:24:25: Für

00:24:26: sie ist es ein Gefühl.

00:24:31: Also die fühlen das Essen.

00:24:32: Sie wollen dort Gemeinschaft, quatschen oder reden.

00:24:34: Das geht nicht.

00:24:35: Und dass Essen prinzipiell jetzt wieder um die Gemeinscha.

00:24:38: Und da haben wir Italien und auf Arbeit.

00:24:42: Also die bringen ja jetzt

00:24:43: einen

00:24:44: ganz einfachen Glas Wein, was zwei

00:24:46: Euro kostet.

00:24:47: Dringend

00:24:48: mit einer Leidenschaft in der Eleganz als Klassenschampagne.

00:24:51: Und das haben wir nicht in Deutschland.

00:24:54: Das musst du in Deutschland erst lernen und da fängt es ja schon mal an.

00:25:00: Auch dieses

00:25:03: in der Pause Essen gehen oder zusammen essen oder vor der Arbeit sind wir immer in die Bar gegangen.

00:25:09: Da gibt es ja überall Bars in Nepal.

00:25:11: Gehst du dort rein?

00:25:12: Dann bringst du dein Stress so schnell, ist dein Kognetto und dann gehst du auf Arbeit.

00:25:16: Aber diese fünf Minuten da drinnen mit diesen ganzen Leuten die da drin auch

00:25:20: stehen baut dich auch

00:25:22: irgendwo.

00:25:23: schon der Barista, der dahinter steht, der dich ankratzt wird Namen wie du gesagt hast und zack-zack-Zack!

00:25:29: Und dann gehste wieder.

00:25:30: Dann gehst Du mit einem ganz anderen Gefühl auf Arbeit und versuchst diese

00:25:35: Leidenschaft

00:25:36: auf Arbeit

00:25:36: zu bringen.

00:25:37: das

00:25:38: fehlt hier irgendwo in Deutschland oder ich weiß nicht, vielleicht

00:25:40: gibt's da.

00:25:43: Ob es früher anders war, weiß ich nicht.

00:25:44: Ich bin jetzt seit über dreizehn Jahren wieder

00:25:47: in Deutschland und

00:25:52: ich hatte einen Team

00:25:52: gehabt was wirklich

00:25:53: cool war, das wirklich beständig war aber das waren nur die Küche also schon Küche und Service

00:25:58: zusammen

00:25:58: war und auch dieses Personal ist von uns angesprochen,

00:26:03: dass

00:26:04: zusammen

00:26:04: zu finden,

00:26:05: das geht irgendwie in Deutschland.

00:26:07: Ich weiß nicht warum.

00:26:09: Verrückt?

00:26:10: Jeder probiert irgendwo auf sein Geld zu kommen und nein, ich habe meine Schicht im Tiong da.

00:26:14: Es ist einfach nur

00:26:15: ...

00:26:17: Passt in die Gastronomie so wie ich sie kenne oder so wie Ich sie erlebt

00:26:21: habe und ...

00:26:23: Passte das irgendwo nicht rein?

00:26:26: Ja, ich hab jetzt schon ein paar Branchen hier gehabt so im Gespräch.

00:26:31: Und ganz selten dieses Gefühl gehabt so dass jemand begeistert ja aber Also wenn ihr das so erzählt, dann habt man selber so Bock irgendwie hinter einer Theke zu stehen und eine Espresse zu machen und so.

00:26:46: Und ich habe früher wie viel so Vehenfreizeiten geleitet und hab immer gesagt Ich mach die Küche!

00:26:53: Die Küche war meistens nur ein Pavillon mit irgendwie einem Grill und so... Ich weiß schon dieses Gefühl ist cool also für jemanden zu sorgen und dann kommen vierzig, fünfzig, sechzig Menschen Die kriegt man satt, so wie du es vorhin gesagt hast.

00:27:10: Wie bei Oma!

00:27:13: Das ist schon schön ja?

00:27:15: Aber ich habe dann auch den Deutschen in mir gespürt der dann so jetzt schnell und scheiße er ist nicht durch... aber das ist anders als ihr das beschreibt.

00:27:33: Ja also gehen wir beschwerden hatte ich in Deutschland

00:27:35: auch mehr.

00:27:36: Wir sind nicht mehr als in Italien gehabt.

00:27:38: Der Deutsche guckt schon immer genau drauf, was es ist.

00:27:43: Und viel Sozo und Will das halt... Ich weiß nicht ob das die Mentalität ist, Herr Guck.

00:27:50: Das Deutsche so oft meckert.

00:27:52: Wir hatten das Thema ja nackt zu sein einmal mit einem

00:27:55: Bitt.

00:27:56: Ob das vielleicht eine Mentalität von Deutschland ist?

00:27:58: Dass er sehr gerne gemäckert wird.

00:28:01: Und dass es eben auch genauso sein muss

00:28:04: wie

00:28:05: zu Hause ist, so

00:28:06: will ich das im Restaurant

00:28:07: haben.

00:28:08: Das ist der Unterschied zwischen den anderen auch in Australien,

00:28:11: wo ich da gewesen bin.

00:28:13: Die Leute gehen... die wollen sich verzaubern lassen manchmal.

00:28:16: Die wollen einfach rausgehen, sie wollen mit den Freunden zusammen sein und wollen was essen gucken, was aufs Kaffee steht bestellen lassen.

00:28:22: Lassen Sie sich einfach mal überraschen so.

00:28:26: In Deutschland hatte ich das immer gehabt.

00:28:28: Naja, die Hoolade, die sie mir gebracht haben, hat meine Frau ja besser

00:28:31: hingekriegt.

00:28:32: Dann ist zu Hause bei deiner Frau!

00:28:35: Weil man versucht ja

00:28:38: als

00:28:38: Koch jetzt zum Beispiel etwas zu kreieren und so ein Panalesgericht, das dauert manchmal auch Monate bis es fertig ist.

00:28:48: Also es ist keine Sache die

00:28:50: mal in fünf

00:28:51: Nudeln entsteht gibt's auch Gerichte aber die meisten Zeit brauchst du.

00:28:55: jetzt musst ja das Gericht entwickeln mit die Soße dazu.

00:28:58: Jetzt muss alles koordiniert werden bis dass sie überhaupt passt, dass der Teller raus geht zusammen, dass alles verbunden wird.

00:29:07: Das dauert seine Zeit Und dann trinkst du

00:29:10: das, den Gast und

00:29:11: er sagt nö ich will aber dafür.

00:29:12: Ich will Klöse dazu haben.

00:29:16: Nein!

00:29:20: Lago da ist ne Wunderung.

00:29:21: Okay.

00:29:22: Ja, lieber Picasso.

00:29:24: Nimm mal nicht die Farbe sondern nimm mal DIE Farbe.

00:29:26: Ich glaube die ist besser

00:29:27: wenn Du damit meinst.

00:29:30: Besser zu meinem Wohnzimmer.

00:29:33: Richtig ja.

00:29:34: Ja verrückt.

00:29:35: Ich habe da so ein bisschen eine Theorie mit den Deutschen.

00:29:40: glaube ich, dass wir die deutschen recht unsicher sind und wenn wir Dinge wieder erkennen oder gehen essen.

00:29:49: Und dann rechne ich davor schon mit meinem Schnitzel mit Pommes, weil das kenne ich und dann möchte ich es genauso haben.

00:29:57: und wenn dann irgendwie plötzlich eine hausgemachte Mayonnaise da ist, ne?

00:30:03: Dann springt sie außerhalb von meinem Raster!

00:30:05: Und dann möchte Ich mich gern glaube ich beschweren und vielleicht so meine Theorie dass andere Nationalitäten da ein bisschen mutiger sind und einfach sagen, mach mal.

00:30:16: Du bist

00:30:17: ja nicht auf so eine psychologische Sache.

00:30:19: also wenn ich jetzt möchte wie in die Rolade?

00:30:23: Ich habe ja ne gewisse Vorstellung wie in der Roladeschmitte Und das ist genau Zwiebelspeck, Sämpf- und Saubergurge Das kenne ich, das ist für meine Oma, das isst mit meiner Mutter, das kenne ik So gehe ich an die

00:30:34: Knepper rein.

00:30:35: Wir haben hier in Griechenland, wir haben in die Rollade ganz anders gemacht

00:30:39: geschmiert

00:30:39: und Pesto drin.

00:30:42: Da ist der Deutsche durchgekehrt, weil das für ihn Rolade nur... Rolada heißt

00:30:48: am Ende ist es

00:30:48: nur gerollt,

00:30:52: was da drinnen ist, ist ja etwas anders.

00:30:53: aber man hat ja so sein... Ich will nicht bestellen, eine Rolado die

00:30:58: muss so sein!

00:31:00: Die darf nicht anders sein, das ist keine ob das irgendwas mit dem Kopf zusammen bei den Deutschen Aber so ist es manchmal.

00:31:11: Da habe ich schon echt meine Probleme gehabt in Deutschland.

00:31:15: Ich

00:31:16: war dann auch froh,

00:31:16: dass ich noch Küche bin und

00:31:18: nicht im Sörbisch war und

00:31:21: wieder

00:31:21: Wort geleistet

00:31:22: habe.

00:31:24: Ja, ich denke aber das ist ein Thema vom Service.

00:31:28: Wir sind die Menschen abholen müssen.

00:31:30: Wenn wir am Gast stehen, dann müssen wir rausfinden was möchte der Gast?

00:31:34: Ein Kellner steht, der einfach nur die Bestellung auflimmt und der Gast sitzt damit seine Vorstellung von der Rolade.

00:31:39: Und er bekommt was ganz anderes... Genau!

00:31:42: Der Kellner gibt's einfach nur diese Bestellungen weiter, hat aber mit dem Gast gar nicht interagiert, hat gar nicht so richtig mit ihm gesprochen, hat ihn nicht kennengelernt.

00:31:48: Wenn da jetzt der

00:31:49: Günther sitzt?

00:31:50: Keine Ahnung, dreiundsechzig Jahre alt und ich merke eher bestellt eine Rolada und ich weiß sie schmeckt nicht so wie bei Oma oder seiner Mutter oder bei seiner Frau.

00:31:58: Dann werde ich mit Günther ins Gespräch gehen, werde fragen ob er überhaupt bereit ist auf etwas Neues einzugehen weil die Rolladen bei uns anders sind, was besonderes ist.

00:32:06: Und entweder ich hole Günther ab und er weiß okay es kommt etwas Neues.

00:32:09: Er möchte das neue ausprobieren dann ist er schon vorbereitet, dann wird es keine Beschwerde geben oder er ist so jemand wie mein Vater zum Beispiel ein bisschen der so war sich nicht kennt, jetzt ress mich nicht.

00:32:22: Dann kann man Günther z.B auf das Schnitzel lenken oder so.

00:32:26: Ich finde das

00:32:26: ist die Aufgabe

00:32:27: vom Service dass sie den Gas abholt kennenlernen und ihn durch die Karte führt.

00:32:32: Die Karte lesen können wir alle Aber der Gast weiß ja gar nicht, was drinsteht.

00:32:36: Der Kellner schon!

00:32:37: Und wenn wir die Gäste abholen, kommen halt auch weniger Beschwerden.

00:32:40: Ich denke das ist ein Kommunikationsproblem.

00:32:43: Also nicht ein...der Deutsche hat irgendwie kein Bock auf neue Sachenprobleme sondern Kommunikationproblem.

00:32:52: Wir hatten in den Teilen immer, glaubst du, die Vorsprache?

00:32:56: Die Antipasti

00:32:58: und

00:32:58: als Servicekraft war es eine Aufgabe, die Antipasche dem Gast mitzugeben Also zu überreden, dass der Gast die Antipassie ist.

00:33:08: Weil er da am meisten auch Geld verdient hat ohne das der Gast in die Karte guckt.

00:33:13: und das war so die Anfangsaufgabe von mir,

00:33:16: wo ich in Italien war.

00:33:18: Ich habe da immer

00:33:18: zugeguckt weil die Kellner sind.

00:33:20: immerhin haben die Leute überredet und gesagt wir machen jetzt eine kleine Vorspeise ein bisschen vom Meer ein

00:33:24: bisschen

00:33:25: von dem, ein bisschen

00:33:26: mit dem.

00:33:27: Und gestern haben gesagt ja, da war der Kellner glücklich Da war die Küche glücklich weil es kam einen Riesenbefehl auf den Tisch.

00:33:34: Das hat hunderte von ein Euro gekostet.

00:33:38: Es war den Gast aber in dem Moment egal, der hat es ja zugestimmt.

00:33:41: Er sagt Ja mach mal!

00:33:43: Also das Wort Mach Mal Kellner, das war also so das größte Kompliment was du eigentlich bekommen kannst als Kellner.

00:33:50: und dann hast Du den aufgedicht.

00:33:52: Und Deutschland ist ja immer nur das Standard, du gehst dorthin, gibts hier in die Kappe und wartest.

00:33:58: Wartest besser aus wie ohne dass du vorher in die Küche gegangen bist und dich informiert habe, hey Chef was hast denn noch klar?

00:34:04: Was kannst du machen?

00:34:05: Das kann

00:34:06: man,

00:34:07: wie der Susanne sagt,

00:34:08: die Kommunikation.

00:34:10: In Deutschland geht alles von der Karte aus.

00:34:12: Bitte hier ist die Karte,

00:34:13: guck selber

00:34:14: was da handelt.

00:34:15: Am besten stellst du dir noch selber

00:34:16: zusammen.

00:34:18: Von jedem Gericht etwas und machst deinem eigenen Telefon.

00:34:21: Und dann ist ja Kellner glücklich!

00:34:23: Dann ärgert sich aber der Kellner wenn er in die Küche reingeht und dann guckt vom Küchenseftritt.

00:34:29: Weil er wieder irgendwie misst gemacht hat.

00:34:31: Also Kommunikations ist das

00:34:36: auch und oh ja... Krass.

00:34:38: Also ich merke, ich würde mich da gern noch weiter voll rein buddeln.

00:34:42: aber ihr habt jetzt mit dem Pilot gestartet.

00:34:46: Ihr habt es gesagt ja da fehlt was.

00:34:50: das kann auch weitergehen.

00:34:52: dann habt ihr euch irgendwie gefunden und jetzt macht er ja noch mehr als für die Zuhörer was was macht ihr gerade?

00:35:04: Und was ist gerade so euer aktuelles Baby?

00:35:08: Wir haben die Culinary Apprentice Project

00:35:12: in Gang gebracht Ein Projekt, das

00:35:16: am Anfang tatsächlich ein Konzept ist um den Betrieben zu helfen

00:35:20: die ausbilden.

00:35:23: Damit

00:35:23: die Ausbildung

00:35:24: auf

00:35:26: Standard genäht also ordentlich verläuft.

00:35:29: wir helfen dem Betrieben insofern wir stellen für jeden Betrieb einen Konzept was wieder Betriebe aufgebautes wie ihr ausbildet und unterstützen denen dabei dass die Azubis ungefähr in neunzig Tagen dann auch wirklich startbereit sind und im Dienstplan eingetragen werden können.

00:35:52: Wir versuchen, dass die Leute in der Ausbildung verschiedene Kosse beliegen was uns da auch sehr wichtig ist.

00:36:00: Ist diese mentale Unterstützung,

00:36:01: Drogen sucht,

00:36:02: Alkohol?

00:36:03: Was bei uns in unserer Branche sehr verbreitet ist damit wir die Azugis vor vorbereiten.

00:36:10: Damit so etwas nicht

00:36:11: passiert!

00:36:11: Und wenn es

00:36:12: doch passiert

00:36:15: sind

00:36:15: und wissen,

00:36:15: wie die wieder rauskommen.

00:36:17: Es ist ja auch stark verbreitet in dieser Sonne, wo sie sich drin kümmern, lieben gerne um das Thema Frauen- und Frauengewalt oder sexuelle Anspielung.

00:36:27: Das sind so Sachen,

00:36:28: die in

00:36:29: unserem Gewerbe wirklich leider Gottes sehr häufig

00:36:32: verbreitet sind aber

00:36:34: immer wieder unter den Tisch geklärt werden.

00:36:36: Darauf wollen wir hoffen, dass wir machen mit unserem Projekt und das schon in die Ausbildung mit reingeben.

00:36:44: Wir wollen vermeiden, dass eigentlich der Zuge nur noch als dieheitsgleich einfach nur mitläuft und einfach nur eine Arbeitskraft ist anstatt mir ordentliche Ausbildungen mitzumachen.

00:36:55: Wo man eben auch die Leidenschaft in wiedervermittelt wo er ein Mentor

00:36:59: hat, der ihn unterstützt

00:37:02: einen Ansprechpartner, wo er drüber reden kann wie es letztendlich läuft mit der Ausbildung.

00:37:06: Wie sehr aufmerkt privat aussieht.

00:37:08: das sind so kleine Sachen die ich von meiner Ausbildung hier mir gefehlt haben Und die wir gerne auch in die Ausbildung wieder mit rein geben möchten, was sie eigentlich im Grunde genommen sind.

00:37:21: Stimmt normaler Sachen!

00:37:23: Ja aber

00:37:24: bei

00:37:24: uns vergessen überhaupt nicht.

00:37:27: Wenn man so drüber nachdenkt ist es eigentlich ein Nachzubi zu haben.

00:37:31: Ist eigentlich wie als Weltist du einen Sohn oder eine Tochter?

00:37:35: Es ist ne Verantwortung,

00:37:36: die

00:37:36: du hast und man sollte eigentlich auch ihm das vermitteln, was du eigentlich als Leidenschaft

00:37:42: hattest.

00:37:43: wenn dich jetzt

00:37:43: von mir spreche und kocht Kann ich ihn nicht von einer Euron zum Pack-Upset-Maschine stellen und sagen hier, da

00:37:49: kannst du deine

00:37:50: Soße machen.

00:37:50: Da kannst du deinen Alp machen und mach mal.

00:37:52: Ich muss ihm das schon vermitteln,

00:37:53: warum?

00:37:55: Und mir wollen

00:37:56: eben dieses

00:37:56: Warum wieder reindringen.

00:37:58: Dieses Warum mache ich diese

00:38:00: Ausbildung?

00:38:01: Warum sollte ich die machen?

00:38:02: Wo führt sie mich hin?

00:38:04: Was kann ich damit dann wenn ich beendet habe,

00:38:07: was kann

00:38:07: ich dann außer Busfahrer noch machen?

00:38:09: Das ist ja

00:38:12: so!

00:38:14: Wir haben wirklich einen wunderschönen Beruf.

00:38:19: Hotelfachfrau,

00:38:20: Hotelfachmann, Restaurantleiter,

00:38:22: Koch

00:38:23: oder Systemgastung

00:38:26: ist ein

00:38:26: wundeschönes Beruf der dich weit

00:38:27: bringen kann.

00:38:28: Du kannst damit

00:38:30: die ganze Welt

00:38:30: besuchen.

00:38:32: Also du

00:38:32: kannst in die Welt reisen und jeder

00:38:33: nimmt dich.

00:38:35: Jedes Land hat ein Hotel oder ein Restaurant wo du arbeiten kannst wird eine Ausbildung noch besser.

00:38:40: man kann Sprachen erlernen Man kann zum Manager werden, man kann Events machen.

00:38:45: Also es gibt so viele Wege nach oben und ich finde es schade dass mir in den Azubis fast die einfach nur billige Arbeitskräfte sind und eigentlich dann wie Trefferhandel werden.

00:38:56: das mag ich nicht.

00:38:59: Und daraufhin

00:39:01: habe ich dann versucht also dieses Projekt zu starten

00:39:04: und bin auch dank

00:39:06: Susanne jetzt schon zwei die da weiter vorgehen und versuchen, dass wir die Gastronomie mal wieder so machen wie sie eigentlich

00:39:18: zu sein hat.

00:39:21: Gastgeber

00:39:22: wieder?

00:39:22: Als Gastgebers,

00:39:23: ja!

00:39:24: Wenn ich jetzt an Gott denke... Ja also da habe ich gleich irgendwie einen Blick, da sehe ich dieses Thema irgendwie sexualisierte Gewalt nicht als erstes das würde ich so sehen in so innerbar, in der Kneipe aber du hast da wie ich es jetzt rausgehört hab

00:39:45: andere Erfahrungen gemacht oder ihr Ja, tatsächlich sogar schon in der Ausbildung.

00:39:50: Also meine Kollegin war siebzehn als ich von einem Kopf im Aufzug angefasst wurde und hat sich nicht getraut darüber zu reden bis es mir auch passiert ist dass er mir zu nahe kamen und ich laut geworden bin.

00:40:01: Und ich habe sie dann quasi mitgenommen und ich hab halt gemerkt wie wichtig jetzt ist dass die gerade junge Frauen jemandem haben dem Sie sich antutrauen können der sie ernst nimmt weil das einfach immer noch das Thema ist wenn eine Frau laut über ihren Übergriff redet Dass sie klein gemacht wird, dass sie stillgemacht wird.

00:40:16: Das heißt ja, was hattest du denn an?

00:40:17: Ja hast du es vielleicht produziert.

00:40:19: Vielleicht hast du jemand mit ihm geflirtet.

00:40:21: Ja das gibt ihm trotzdem nicht das Recht mich anzufassen.

00:40:26: So Konsens ist nur ja heißt ja.

00:40:28: also wenn ich sage du darfst es dann darfst du es und ansonsten darfst Du es nicht vor allem wenn das halt... Also gerade in der Gastruhe ist halt oft so dass du sehr flache Hierarchien hast Und das ist der Moment wo sich Männer diese Macht irgendwie anders nehmen.

00:40:42: Einer meiner Chefs hat das bei mir auch gemacht.

00:40:44: Wir waren mitten im Geschäft Ich hatte die Hände voll ich konnte mich nicht wehren Hunderte von Leuten um uns rumgestanden, die auf ihr Bier gewartet haben.

00:40:51: Und er hat sich mit Absicht hinter mich gestellt so eng dass es zu viel war einfach nur um zu demonstrieren ich kann das mit dir machen

00:40:58: und das

00:40:59: obwohl alle es sehen.

00:41:03: Ja also gar nicht so

00:41:07: im Nebengang oder in der Küche

00:41:09: sondern

00:41:10: auch wirklich so vorversammelte

00:41:12: Mannschaft.

00:41:13: Genau gerade wenn's um Macht geht ist es wichtig dem Opfer dann zu zeigen Ich kann das machen und keiner greift ein alle sehen es und das ist in Ordnung für die anderen.

00:41:24: Das ist halt noch mal eine höhere Machtstellung als wenn man's im stillen Kämmerchen

00:41:27: macht vor den

00:41:30: Augen anderer, genau.

00:41:33: Und dann kommen natürlich noch getrunken Gäste dazu.

00:41:36: Das is nochmal ein Thema für sich, die dann

00:41:38: auch zu weit geht.

00:41:39: Genau wäre so mein Bild gewesen wo ich sage ja irgendwie der Stammtisch oder so oder wie er sich da noch rein verirrt?

00:41:53: Das ist mir tatsächlich seltener passiert als von Kollegen und Vorgesetzten.

00:41:57: Aber selbst da ist es ja eigentlich auch dem Chef, seine Aufgabe

00:42:01: da hin zu treifen

00:42:02: und vielermals

00:42:03: wird's nicht gemacht.

00:42:05: Wenns der Chef selber ist, dann greift er natürlich nicht an?

00:42:07: Nein

00:42:08: ich meine jetzt von den Stammgästen oder wenn die

00:42:11: Leute sitzen,

00:42:13: viele Schiffsgreifende auf einen Teil, die lassen das einfach machen und das ist eigentlich auch so.

00:42:17: Das ist schon der Anfang oder das ist schon ein Schritt.

00:42:20: soweit eigentlich.

00:42:22: weil du hast eigentlich die Verantwortung für dein Personal und du müsstest als Chef da schon in Zeiten setzen, bis ihr her und nicht weiter.

00:42:29: Genau, genau.

00:42:30: Das machen viele nicht.

00:42:32: Und dadurch wird das dann auch sehr oft runtergekehrt.

00:42:37: man hört eigentlich wenig davon.

00:42:40: Wie du das sagst im Bar oder sonst heißt es gehört ja zur Gastphänomene dazu.

00:42:45: Selbst die Disco sollte da einen Schritt machen, ich

00:42:49: höre irgendwo

00:42:50: schrittweise auf zu Gastfänomen.

00:42:53: Und wenn man sagt, weil Gastronomie eben das schöne Gasgeber ist ja auch das Team und du musst zu dem Team stehen.

00:43:03: Und es ist deine Pflicht als Arbeitgeber oder ich habe dein Team zu unterstützen und auch zu beschützen

00:43:09: in der Hand dich?

00:43:10: Ja,

00:43:12: es ist ein ganz schwieriges Thema, wenn das halt eine junge Auszubildende ist und ein Stammgast, der seit Jahren dort isst oder trinkt und man das dann im Chef meldet.

00:43:25: Dann heißt es ja, der Gast bringt das Geld in den Betrieb.

00:43:27: Das ist dann genau schwierig und dann verliert man halt auch Menschen und wundert sich

00:43:35: wieso?

00:43:37: Ja eigentlich nicht schwierig!

00:43:41: Eigentlich nicht ne?

00:43:42: Also so ein Charakterding.

00:43:44: Das heisst ihr habt in eurem Konzept diese neunzig Tage, habt diese verschiedenen Bausteine und Dinge die ihr mit ihr macht dass andere Hotels oder Gaststätten also quasi

00:44:02: Wir versuchen, dass wir also mit dem... Der Anfang ist eigentlich ganz einfach.

00:44:08: Mir sprechen mit den Besitzer oder mit den Chefs und der oder mit dem HDS von den Hotels oder Restaurants

00:44:15: erstellen

00:44:16: lassen und sagen was jetzt so seine Sache ist wo er seine Fehler sieht

00:44:20: oder wo er...

00:44:21: Wir haben da bestimmte Fragebogen die man ausfühlen erstellen dann gemeinsam ein Konzept für Ideen, für den Betrieb direkt Der Ausbilder-Gesuch, die Mentoren gesucht für jede Station.

00:44:36: Also wenn das jetzt Hauskrieging, Rezeption, Service des oder Küche

00:44:42: und dann geht

00:44:44: es eigentlich in die erste Woche ist ja eigentlich die intensivste Woche da wird eben... Man muss schon mal der Chef selber überlegen.

00:44:52: Es geht darum den Azubi eigentlich zu vermitteln warum was ist das Konzept?

00:44:56: Was ist meine Aufgabe hier im

00:44:58: Hotel

00:44:59: oder in diesem Restaurant?

00:45:00: weil jedes Restaurant befolgt

00:45:02: der ordentlichen

00:45:02: Konzept hat mit Philosophie dahinter,

00:45:04: dass viele

00:45:05: eigentlich wieder vergessen haben.

00:45:08: Wenn ich den anzugeh, das aber schon vom Mittel- oder auch meinen Mitarbeiter vermittelt, welches

00:45:12: Konzept

00:45:12: ist vor Folge?

00:45:13: Welche Philosophien?

00:45:14: mein Restaurant hat nicht im Restaurant einen Gast bedient?

00:45:19: Ich denke da viel mehr dahin, was man

00:45:21: dem Gast

00:45:21: vermitteln möchte.

00:45:23: Wenn das schon mal standgegeben ist weiß die Person ja schonmal warum es überhaupt wird gemacht.

00:45:29: und dann Da hat mich tatsächlich zusammen drauf gebracht.

00:45:34: In Frankreich ist es so, dass die Azubis mitlaufen ersten.

00:45:39: Ist einfach nur da sind und mitlauchen.

00:45:42: Die werden den Gästen vorgestellt, werden im Team vorgestellt und sollen erst mal auch nix machen, dann erst mal begreifen was jetzt überhaupt gephase ist, das passiert.

00:45:52: So

00:45:53: in Deutschland ist esso.

00:45:56: der Azubi bekommt einen Arbeitsvertrag, der muss ihn schnell unterschreiben damit er in

00:46:00: dem Dienstplan kommt.

00:46:02: Was will der an den Dienst planen?

00:46:04: Der kann ja nicht.

00:46:06: Warum setze ich ihn in den Dienstplanen?

00:46:08: Einfach nur, damit sich eine Schicht

00:46:10: verändern

00:46:10: kann und das soll aufführen.

00:46:14: Weil

00:46:16: der Azubi muss erst mal begreifen was er überhaupt

00:46:18: macht Und dann wird höher

00:46:22: Püe in der Woche schonmal Kleinigkeiten... ...was kann da denn überhaupt tun?

00:46:26: Wozu ist er denn fähig?

00:46:28: Das

00:46:28: kann ich als Mentor muss nicht unbedingt

00:46:31: als Ausbühler

00:46:31: sein, sondern auch als Mentor kann ich das ja einschätzen was er kann und was er nicht kann.

00:46:35: Und da bekleide ich ihn.

00:46:39: Das sind so die ersten Wochen, bis du dann auch mal selbstständig ein Postbüger nimmst oder selbstständen, also was heißt ein Post-Bügernitz?

00:46:46: Dass Mietenblas macht, die Möhrenschneige kaputtgeschmaltet, damit du den langsam ranführst und dass du denen dann ungefähr nach neunzig Tagen kannst, sie dann sagen hey jetzt

00:46:57: kannst du auch mal

00:46:58: im Gericht machen Das ist ja der Sinn.

00:47:01: Und jetzt kann er auch in den Dienstplan mit rein, aber immer dann wenn der Mentor oder der Ausbruder auch mit da ist.

00:47:07: Weil ihn alleine zu lassen ist eigentlich blöd.

00:47:11: Als erste Lehrjahr kannst du keinen kaltem Wasser schmeißen.

00:47:13: Also das haben sie damals mit uns gemacht.

00:47:19: Wir haben es irgendwo überlebt, aber es ist ja nicht sinnvolle

00:47:21: Sache.

00:47:22: Ja,

00:47:22: die perfekte

00:47:23: Busfahrerausbildung.

00:47:29: Es ist halt auch gefühlten Unterschied!

00:47:31: Also wenn

00:47:31: man sich das selber

00:47:32: vorstellt,

00:47:32: man kann

00:47:33: etwas noch nicht und man wird sofort gezwungen es alleine zu erledigen.

00:47:37: Ja, man kommt da irgendwie durch aber man hat Angst, man hat Unsicherheiten Man wackelt da so

00:47:41: durch.

00:47:42: Es ist wie

00:47:43: Fahrradfahren lernen ohne Stützgräder!

00:47:45: Man fällt oft hin Und es ist unangenehm Wenn man jetzt den Azubi mitlaufen lässt und ihm noch nichts machen lässt wirklich auch nichts anfassen lässt dann wird der langsam warm Dann fängt er an das alles zu kapieren, dann passt er vertrauen dann geht diese Angst weg, dann geht auch die Berührungsangst vor Gästen weg.

00:48:02: Dann war er schon ein paar Mal draußen.

00:48:04: also es ist so eine anderes Gefühl, ob du in der Küche rumläufst oder draußen zwischen den Gäste.

00:48:08: So das ist ja auch ein Sichtbarkeitsproblem dass man dann hat.

00:48:11: so oha so viele Leute gucken mich alle an wie ich da durchlaufe und wenn der Azubi dann lang genug mit gelaufen ist kommt von ihm selber was er machen will.

00:48:18: Da kommen von ihm die Aktionen.

00:48:21: so darf ich mal darf ich jetzt auch mein Teller raustragen?

00:48:24: Und dann hast Du ihn weil dann interessierte sich dafür Ohne dass er zurück geht, sondern dass er selber von sich aus nach vorne

00:48:32: geht.

00:48:32: Er hat ja dann auch bei jemandem gesehen der es schon richtig kann.

00:48:36: und wie könnte das jetzt optimal aussehen?

00:48:41: Also da kann natürlich ein Talent dabei sein, der das dann wirklich gut von Tag eins macht aber... Das ist nicht

00:48:49: die Regel, aber es ist auch sehr selten, dass die Ausbilder oder die Facharbeiter das überhaupt sehen, dass das ein Talent ist.

00:48:59: Es wird meistens auch einfach übersehen weil er eben irgendwo hingeschmissen wird, wo er eigentlich gar nichts zu suchen hat.

00:49:07: Beispiel ist in der Küche war früher immer der Wertegang Spüle, Kalbküche

00:49:12: dann

00:49:14: Posten sauber machen und so

00:49:16: weiter und so fort

00:49:20: was eigentlich völlig sinnlos ist.

00:49:23: ich hab das mal umgetriegt

00:49:24: gemacht.

00:49:25: Ich habe das bei

00:49:27: Chefdays gelernt.

00:49:29: Da gab es einen Kopf aus Novigen, der macht das umgedreht.

00:49:32: Dann lässt er abzubehen die ersten Tage in der Küche

00:49:37: am Pass

00:49:38: stehen also an

00:49:38: der Anonser,

00:49:43: damit er auch

00:49:44: wirklich

00:49:44: weiß was

00:49:45: er da macht.

00:49:46: Das ist

00:49:47: die Anrichte auf dem Teller

00:49:49: oder

00:49:50: was?

00:49:51: Genau!

00:49:51: Der Anonsen ist eigentlich... wo die Essen rausgehen und dann Da stellt er die Azubischen zusammen mit dem Chef, damit der Azug auch weiß was koffe ich eigentlich?

00:50:03: Was wichtig

00:50:04: am Ende an.

00:50:06: Wenn ich da vorne in das Spüle stehe oder irgendwo anders rumsambe dann bekomme ich es ja nicht mit.

00:50:16: Ist dann wie wenn du in irgendeine Firma kommst und weißt nicht was sie machen und dann heißt als erstes jetzt kehr mal hier die Halle.

00:50:25: Das ist wichtig für uns.

00:50:26: Genau!

00:50:27: Und dann als nächstes darfst du irgendwo Löcher rein bohren Dann darfst du irgendwo einen Rad hin montieren und dann hast du so eine Ahnung.

00:50:35: Und zum Schluss ist es doch ein Flugzeug.

00:50:42: Diese Konzepte habe ich mir eigentlich... Also das habe ich mich immer mal abgeguckt, und ich muss auch sagen, dass sie funktioniert.

00:50:53: Ich habe ein Pilotprojekt oder ein Paradebeispiel von Azubi hier.

00:50:59: Das war mit der Grund warum das so... Warum ich das eigentlich so emotional aufmache?

00:51:06: Ich hatte eine Azubi gehabt.

00:51:12: Das waren Eif-Azubis, die kamen ins Brauhaus und der hat seine Jacke so offen gehabt.

00:51:19: So

00:51:19: großbraut.

00:51:20: Wir haben immer gefragt was soll denn das... Jacke bitte zu machen, Koffeejacke zu machen.

00:51:24: Dann habe ich gesagt ne Jacosen Rhyme Sake macht das auch.

00:51:28: Und dann habe ich gedacht okay das ist meine Azubie.

00:51:32: Den nehme ich.

00:51:33: Keine Ahnung warum Und das waren die ersten zwei Jahre, die waren echt kritisch.

00:51:41: Das kam immer laut Gesetz.

00:51:42: Darf ich nur acht Stunden arbeiten?

00:51:44: Laut Gesetz habe ich jetzt Pause... Also überall laut Gesetz, da hat wahrscheinlich das Gesetz hochgelegen gehabt.

00:51:54: Arbeiten wollte er nicht unbedingt

00:51:55: und es war auch immer alles

00:51:56: zu viel.

00:51:57: Ich bin an meine Grenzen gekommen.

00:51:59: Wir hatten ein Stadtfest gehabt, da war der auf einmal weg.

00:52:02: Da haben wir den überall gesucht.

00:52:05: als kann er

00:52:06: dann Irgendwann

00:52:07: nach drei Stunden kam der dann

00:52:08: wieder

00:52:09: und meinte aber mit seiner

00:52:11: Oma im Kino.

00:52:14: Ich hatte Kartensches Kino gehabt, aber ich hatte ja E-Pause gehabt, weil es ja ins Kino gegangen ist ohne Bescheid zu sagen, ohne irgendwas.

00:52:22: Und ich war wirklich am Verzweifeln, da dachte

00:52:24: ich das würde mich...

00:52:28: Der hat sich beschwert, weil er anderthalb Stunden überstunden hatte.

00:52:32: Ich habe fast meinen ganzen Monat schon

00:52:35: voll an die Überstunden.

00:52:38: Dann kam die

00:52:39: Corona

00:52:40: Zeit Restaurant war fast leer und er musste zu bleiben.

00:52:46: Die waren ja noch irgendwie angestellt, ich bin auch geblieben.

00:52:49: Und dann durfte mir... Hatten so eine Gruppe gehabt von fünfzehn oder zwanzig Leuten die kamen jeden Tag, haben wir Essen abgeholt.

00:52:59: Da hab' ich gesagt das auf?

00:53:00: Das

00:53:00: übernimmt Stuck!

00:53:02: Du darfst kochen was du willst.

00:53:03: es ist mir egal, wir reisen durch die Welt.

00:53:06: Da hat er wirklich tatsächlich angefangen, da hat's bei ihm, wenn nicht oben Krieg gemacht.

00:53:11: Er war wie ein Schwamm.

00:53:12: Er wollte wissen, er wollte wissen und wir haben wirklich ... Wir haben uns durch die ganze Welt.

00:53:16: alles was ich kannte

00:53:17: oder was ich damals gelernt

00:53:19: habe, das hab' ich ihm wiederbegeben.

00:53:21: Ich saß abends im Bett und hab

00:53:23: überlegt, was lässt ihr denen

00:53:24: kochen?

00:53:25: Hab mir

00:53:26: über Amazon Saumagen geholt.

00:53:28: So einen Saumagern, weil der wollte unbedingt von Hemmut Kohl diesen Saumaken machen!

00:53:33: Und das hab ich ... Mir haben

00:53:34: dort alles

00:53:35: gemacht.

00:53:37: Und erst aufgeblüht Tagos gemacht.

00:53:40: Ich weiß gar nicht, wo mir überall hingereist in unsere Küche da und haben jeden Tag

00:53:45: was anderes gemacht.

00:53:47: Er hat seine Leere mit Prabur gestanden.

00:53:51: Dann haben wir ihn ein Angebot für Weimar gemacht.

00:53:57: Da war ich neben ihm besuchen, da hat er gesagt, ich bin jetzt Zu-Chef.

00:54:02: Da sind wir fast die dringend

00:54:03: gekommen.

00:54:04: Und letztens vor paar Wochen gucke ich

00:54:07: im in

00:54:09: Instagram seine Story rein und da hat er bei MeinLokal, DeinLokale nicht gemacht.

00:54:14: Und hat das auch noch gewonnen.

00:54:18: Dann kam

00:54:18: eben von ihm ordinarisch.

00:54:19: Danke Kevin, dass du mir die Motivation dazu

00:54:23: gegeben

00:54:23: hast.

00:54:23: Das war für mich alles.

00:54:27: Daher habe ich gemerkt

00:54:28: wenn du

00:54:29: dir Zeit nimmst für diese Art zu.

00:54:30: Wenn du sie auch mal machen lässt, wenn du sie führst ihre Paläne zu entwickeln, dann wird was draus.

00:54:41: Und es ist etwas draus geworden.

00:54:44: In anderer Azubi ist in einer Sterneküche gegangen also eben durch Zeit.

00:54:50: ich habe ihnen die Zeit genommen und da kam auch

00:54:57: dieses Konzept zustande.

00:55:04: Was

00:55:09: war's?

00:55:11: Ich hab ihnen gezeigt dass diese Beruf Spaß macht und Leidenschaften entwickeln

00:55:16: kann und das ja

00:55:17: auch Spaß machen kann.

00:55:20: Es ist nicht

00:55:20: nur

00:55:21: wie Kartoffeln schielen,

00:55:22: oder?

00:55:23: Wir

00:55:24: haben damals, vor Corona haben wir ungefähr sechshundert Leute am Tag

00:55:28: gemacht.

00:55:28: Also es war in

00:55:29: einer Alakaz-Küche und da war wirklich

00:55:31: Stress ohne Ende.

00:55:33: Und hier waren ein kleines Team, wir hatten keine Zeit für die Azubis und der Chef hat sich seine Zeit genommen.

00:55:41: Das war schade!

00:55:42: In dem Moment wo du ... und er wollte ja am

00:55:45: Anfang,

00:55:46: er war ja auch aufgeholt von Ramsey.

00:55:48: Ich meine, seine Laufbahn kennst du mit der Rense?

00:55:52: Er hat auch die Hölle durchgemacht.

00:55:54: Das war was anderes!

00:55:56: Aber er hatte diesen kleinen Funken gehabt und den habe ich ausgenutzt dann in der Zeit wo ich wirklich richtig

00:56:03: Zeit für ihn

00:56:03: hatte.

00:56:04: Und das

00:56:12: war...

00:56:21: ja.

00:56:22: Ja, ich hab' auch zwei ganz schwierige Erziehungsbegleitungen durch ihre Prüfung und ich hab', auch da gemerkt es nimmt sich keiner Zeit für sie.

00:56:32: Also ich war zu dem Zeitpunkt Assistenz der Betriebsleitung.

00:56:35: Das heißt, ich

00:56:35: hatte keine

00:56:36: aktive Schicht in der ich am Gast sein musste oder in einer Küche eingespannt

00:56:40: war.

00:56:40: Ich konnte mich relativ freien Betrieb bewegen.

00:56:42: das hat mir die Möglichkeit gegeben mit den Azubis auch mal eine ruhige Ecke zu gehen und sagen so guck mal jetzt lernen wir Teller tragen einfach die das

00:56:49: auch mal üben

00:56:49: zu lassen weil man ja im Betrieb während der Arbeitszeit gar keine Zeit hat diese kleinen Übungen machen zu lassen.

00:56:57: Wer macht denn das noch?

00:56:58: Wer stellt ihn dazu hin und lässt den zwei Stunden Teller durch die Gegend tragen.

00:57:01: Und ich habe gesagt, du nimmst jetzt so viele wie du schaffst... ...und du läufst

00:57:04: bitte bis ans Ende des Restaurants!

00:57:06: Du läufest jetzt nicht nur zum nächsten Tisch sondern du läuchst wirklich die ganze Strecke hin,... ...du stellst sie alle ab, du legst

00:57:12: das Besteck hin und dann

00:57:13: räumst du sie alle wieder ab,... ...legst das Besteck richtig drauf, ich zeig dir wie es geht und dann räumst ihr sie wieder zurück.

00:57:18: Weil dann haben die auch eine Sicherheit.

00:57:20: Dann haben die wenn die am Gast stehen und die Teller abräumen müssen, dann haben wir die Sicherheit.

00:57:24: Das ist so finde ich der kritischste Moment im Service, wenn man da so irgendwie acht Teller abräumen soll.

00:57:30: Die sind alle mega groß, mega schwer und dann soll man dann auch irgendwie das Besteck dazwischen oder dass es runterfällt?

00:57:35: Und wenn du dann halt als frischer Azubi da an Gästen vorbeiläufst und dir fällt was runter... Oh mein Gott!

00:57:40: Das ist so dieses... alle haben's gesehen, alle habens gehört.

00:57:44: Gehört auf jeden Fall.

00:57:47: Ja genau.

00:57:47: Wenn man das dann rausnehmen kann weil sie einfach dann Übungen und Training

00:57:50: haben, dann

00:57:51: werden die ruhigeren.

00:57:52: Dann werden die einfach selbstbewusster am Gast.

00:57:55: Das hilft ungemein.

00:58:01: Mir geht es nicht ganz runter, das ist ja jetzt auch keine

00:58:08: komplexe

00:58:09: Sache sondern ihr gebt den Atobees einmal auch wieder Raum und Zeit, euer Know-how Ende vom Lied.

00:58:17: die arbeiten ab dem neunzigsten Tag schon viel sicherer, viel konsequenter.

00:58:24: aber das hört sich so an als wäre das nicht normal in der Gastrobe.

00:58:32: Ja, es ist halt üblich dass sie in das kalte Wasser geworfen werden.

00:58:35: Dass sie das schon irgendwie irgendwo lernen so während des Betriebs So learning by doing-mäßig.

00:58:40: aber warum ist es

00:58:41: denn ein Ausbildungsbetrieb?

00:58:42: Es hat ja einen Grund warum es eine Ausbildung gibt weil vielleicht Learning By Doing nicht ausreicht um alles aus dem Beruf rauszuholen.

00:58:49: Du würdest dir zum Beispiel auch nie sagen geh mal in Herz operieren Das wirst du schon nebenbei lernen.

00:58:55: Also da würde ich ja keiner darin zweifeln dass man das vorher lernen muss und Chefarzt dabei stehen muss, wenn der Assistenzarzt das erste Mal operiert.

00:59:04: Da würde keiner zweifeln!

00:59:05: Wieso glauben wir dass es in der Gastronomie einfach jeder Quereinsteiger kalt ins Wasser gebrochen genauso gut macht wie die Fachkraft?

00:59:13: Also ich habe damals auch gemerkt, dass meine Lust verloren geht, wenn ich sehe, dass Aushilfen oder Azubis einfach ins kalte Wasser geworfen werden und keine Erfahrungen haben nichts können und also gerade die Aushhilfe zwei Euro weniger verdienen als ich Dann denke ich mir so, okay und wofür habe ich meine Arsch aufgerissen?

00:59:31: Wofür hab' ich mich drei

00:59:32: Jahre lange arsch ausgerissen.

00:59:33: Wieso habe ich fünf jahre

00:59:33: Berufserfahrung?

00:59:35: Und der

00:59:35: kommt hier rein manchmal sogar noch mit einer Einstellung oder eine Haltung die einfach für den Beruf wenn man ihn liebt nicht passt und er bekommt fast gleich die Geld.

00:59:47: und dann denke ich nicht so ok Wenn du deinen Mitarbeiter demotivieren willst, dann machst du das genau so!

00:59:52: Dann stellst

00:59:52: du Einsfacharbeiter ein und zwei

00:59:54: Aushilfen und er muss dann auch ausbügeln was die anderen nicht schaffen weil sie es nicht wissen.

00:59:58: Also als Facharbeiter hast du dann ja mehr Arbeit, wenn die anderen nicht so arbeiten

01:00:02: wie sie sollen

01:00:04: und dann bekommst du nur nicht mal genug Geld dafür.

01:00:06: Das ist zu dem Moment wo es dann interessant wird, wo man sich dann denkt okay vielleicht werde ich doch Großfahrer.

01:00:11: Bekomme ich mehr Geld?

01:00:12: Dann habe meine Ruhe!

01:00:15: Ja natürlich.

01:00:16: also.

01:00:16: ich denke auch das dass ich das irgendwann lernen würde... Wenn ich genügend Leute aufschneide und die operiere, dann lerne ich das auch irgendwann.

01:00:24: Aber

01:00:25: da würden auch sehr viele beisterben.

01:00:26: Ja natürlich aber ich lerne

01:00:28: das ja irgendwann.

01:00:32: Ja, aber die Phase ist ja viel länger.

01:00:37: Also das streckt sich ja alles.

01:00:40: und wenn man am Ende der Tage da als Schöne käme ich ja das Doppel- und Dreifache zurück, wenn ich jetzt ein Zeitfenster von neunzig Tagen habe.

01:00:56: Also neunzig Tage ist auch immer mein Lieblingsfenster, wenn Ich irgendwo was Projekte mache, Wenn ich irgendwo etwas anstoße In neunzig Tagen, da geht richtig was.

01:01:08: Das ist richtig lange.

01:01:11: aber es ist nicht so dass man sagt nächstes Jahr Weihnachten das kann man sich nicht vorstellen sondern drei Monate immer sehr greifbar und ihr habt ja das Pilotprojekt schon am Laufen.

01:01:26: wie haben die Praktikanten das aufgenommen?

01:01:29: Wie war da so die Rückmeldung

01:01:30: von denen Ich habe das ja mit meiner Session bestochen gehabt, dass wir das bei den Praktikanten jetzt

01:01:38: durchführen.

01:01:40: Und meine Praktikantern sind vorüberwiegend Araber und also Deutsche sind

01:01:49: auch ein paar dabei.

01:01:50: Wir haben

01:01:50: jetzt fünf Leute gehabt oder haben jetzt immer noch.

01:01:55: Und ich denke, die Rückmeldung ist, dass sie alle bei uns in Lehre machen möchten.

01:02:00: Also wir haben jetzt fünf Werbe, die man auch nicht alle aufnehmen kann.

01:02:02: Ich muss sie jetzt in den anderen Hotels mit verteilen.

01:02:06: Das ist die Rückmeldung Weil die auch wirklich nicht nur den Frühstückservice mitgemacht haben Die haben ausgiebigen mitgemarscht Und die haben von einer anderen Rezeption

01:02:14: durften sie mitmachen

01:02:17: Die waren mit bei der Chefin drin und haben zugeguckt was überhaupt so ein HD überhaupt macht.

01:02:22: Und das ist für die Praktikanten eigentlich schon viel besser.

01:02:26: Die wissen ganz genau wenn ich jetzt hier die Lehre beginne eigentlich schon mal zu tun.

01:02:33: Sie sind eingebunden

01:02:35: ins Team

01:02:35: mit drin, also das sind keine... ich kenne das noch Praktikanten.

01:02:40: ja jetzt kommt der Praktikanter,

01:02:41: da kommen wir mal raus und nicht putzen.

01:02:45: Das gibt es

01:02:45: bei mir zum Beispiel nicht, die sind nicht zum Putzen waren.

01:02:48: Ja, das können auch mal eine

01:02:49: Facharbeiter machen, sie können auch putzen!

01:02:53: Der Praktiker darf immer ein Gast

01:02:54: sein, er darf das Buffet aufbauen

01:02:56: Der darf auch mit Tische abholen.

01:03:00: Der darf mal mit dem Zaus geben, mal gucken was er überhaupt

01:03:02: gemacht wird.

01:03:03: Was ist denn

01:03:03: eigentlich so der Beruf Hotelfach Mann oder Hotelfach?

01:03:08: Das sind meine

01:03:08: Aufgaben.

01:03:11: und nachdem die wollten sagen alle ihre Bewerbung angegeben haben gesagt wir würden gerne hier uns ausgeladen.

01:03:19: Wir haben gesagt okay drei kann man aufnehmen aber jetzt müssen

01:03:22: wir mal gucken und das ist schön.

01:03:27: Also

01:03:27: man merkt, es ist Zeit,

01:03:30: die man braucht.

01:03:31: Es ist einfach

01:03:31: nur Zeit, wie man investiert.

01:03:33: Ich habe meine Kolleginnen bei mir im Frühstück mitzunehmen, die hab

01:03:38: ich drauf vorbereitet und haben das

01:03:39: jetzt besagt.

01:03:40: Die dürfen mitlaufen, wir dürfen das... Und die sind vom älteren Schwung, die haben gesagt, oh da können wir putzen.

01:03:46: Wir sagten nie, putzen können wir!

01:03:49: Natürlich dürfen sie auch mal mit... also müssen die auch mitputzen weil das gehört auch mit dazu.

01:03:56: In der Küche sind zum Beispiel achtzig Prozent des Vorbereitungs- und Saubermachens oder Nachbereitungen im Saubermachen.

01:04:03: Kochen ist ein kleiner Teil, also musst du das trotzdem wissen wie du es sauber machst?

01:04:10: Aber dass der Azubi oder der Praktikant

01:04:13: jetzt einfach nur reingeschliessen

01:04:14: wird um Sauber zu machen, dann kann ich mir auch eine Putze holen!

01:04:17: Oder eigentlich als

01:04:19: Fachkraft

01:04:19: weiß es ja eigentlich besser und schneller wo ich sauber

01:04:22: zu machen habe.

01:04:24: Praktikant, im Praktikan muss ich das erst mal erklären wieder.

01:04:28: Wie wird die Spüle gemacht?

01:04:30: Wie will ich die Keller haben?

01:04:31: Wie möchte ich die Pfanne haben und wie muss das für Fee stehen?

01:04:33: Es ist ja

01:04:34: viel mehr

01:04:34: auffahren als wenn wir selber machen würden... Ich weiß wie es geht!

01:04:38: Wo ich hin

01:04:39: habe bin ich hier schneller.

01:04:41: Er begreifen die meisten

01:04:42: Jahre nicht.

01:04:44: Das hält sich ja noch dieses

01:04:45: Sprichwort

01:04:46: Lehrjahre sein keine Herren jahlen.

01:04:48: Ich hab das

01:04:48: so oft

01:04:49: gehört und fand das so bescheuert.

01:04:51: Was bringt es mir, wenn ich drei Jahre lang putze?

01:04:53: Dann kann ich ja immer noch nicht kochen hinterher.

01:04:58: Das Problem, was eben viele auch nicht sehen in der Ausbildung

01:05:01: ist ja

01:05:01: nicht nur dass du die... Wenn der Azuki dann

01:05:04: irgendwann mal weg ist

01:05:06: und deinen Betrieb verlassen hat und eine Scheißausbildung

01:05:09: hatte, dann geht er

01:05:10: irgendwo arbeiten.

01:05:11: vielleicht, wenn du Glück hast noch in diesem Beruf, geht irgendwo hin, musst irgendwas machen, kannst nicht!

01:05:17: Dann kommt natürlich die Frage sich mal wo haste denn du gelernt?

01:05:20: Ich werde ja auch wieder auf dich zurück ... als Ausbildungsbetrieb.

01:05:25: Das verstehen auch viele nicht!

01:05:27: Ich finde, dass viele über

01:05:28: Fotozinn

01:05:30: mit so einem

01:05:31: Auszubildenden

01:05:33: gar nichts vorbereitet

01:05:34: werden.

01:05:35: Der Chef

01:05:35: sagt,

01:05:36: ich hole mir jetzt

01:05:36: fünf oder zehn Azubis rein und gut ist... Da kam innerlich Treppenhocher, da kam ein Trepper hier, das ist der Praktikantin, dahinter kommt dein Azubi.

01:05:45: Da stand's aber hin?

01:05:47: Warum hat er es mir gehend mal

01:05:48: gesagt?!

01:05:51: Und das finde ich immer

01:05:52: halt

01:05:53: dieses Ausnutzen von diesen Leuten.

01:05:56: Das

01:05:58: sind halt einfach die billigen Arbeitskräfte so in dem Blick, man hat dann plötzlich diese vierzig Stunden oder was auch immer wo man drüber verfügen kann, die man einstellen und... Man kriegt ja auch Sodorungen noch vom Staat

01:06:15: für sich auszubilden

01:06:16: etc.,

01:06:17: aber ich bin der

01:06:18: Meinung Gastronomie,

01:06:20: so wie ich sie erlebt habe in Italien.

01:06:24: Also Neapel war Gastronomie.

01:06:28: Wir reden jetzt von... Was

01:06:32: war's?

01:06:32: Achtneunzig,

01:06:34: neuneunzig.

01:06:37: Der War-Gastro

01:06:38: einfach nur für billige Arbeitskräfte.

01:06:41: also da ist jeder reingekommen.

01:06:43: Jeder hat gekocht, jeder hat gespürt und jeder hat irgendetwas gemacht und sich Geld zu verdienen.

01:06:49: Das wurde einfach

01:06:50: Gastronomy.

01:06:54: Mir sind jetzt dazu gekommen, dass es eigentlich ein Betrieb ist wo du eine dreijährige Ausbildung brauchst um kocht zu sein.

01:07:01: Sterne, es gibt Sterneköche... Also das Niveau der Küche oder der Gastronomie ist viel

01:07:09: höher.

01:07:10: also muss ja auch die Ausbildung viel besser sein weil ansonsten kommen wir dann wieder zurück wie ich damals war mit mir entwickeln und sagen kann wieder zurück anstatt nach vorne zu gehen Weil Koch oder Hotelfachmann ist ein

01:07:24: wahnsinnig geiler

01:07:25: Beruf.

01:07:26: Und dafür braucht man nicht nur eine Karriereausbildung,

01:07:28: du musst ja dann auch noch

01:07:32: die Welt durchreisen um das überhaupt... Also man lernt

01:07:35: nie aus als Koch.

01:07:36: Ich

01:07:36: kann nie sagen dass ich irgendwie fertig bin.

01:07:39: Ich habe jetzt so das zehnte Flugzeug gebaut und ich weiß

01:07:42: alles.

01:07:42: Nein!

01:07:43: Das Essen entwickelt sich weiter, die Prenz entwickelt sich wieder.

01:07:47: Ist ja immer irgendwo was los

01:07:49: bei uns.

01:07:50: So und das muss anerkennen Darf

01:07:52: ich sorgen,

01:07:53: dass die auszubildenden

01:07:54: das lernen?

01:07:56: Wenn nicht die jetzt aber einfach so ins kalte Wasser schmeißen und sagen hier ist ein Flutschen irgendwann mal.

01:08:03: Warum bin ich dann Sternekoch wenn es denn so hoch ist?

01:08:05: Wenn das so hoch anerkannt sein müsste mein Tellerkostet was weiß ich für den Geld.

01:08:10: Aber du als Auszubildende sollst du Flutsche nirgendwie.

01:08:12: Nein, flutz nicht!

01:08:14: Man muss es lernen

01:08:15: ohne Hochdruck Und

01:08:18: das versuchen wir ja eben dann.

01:08:19: bald

01:08:20: also

01:08:21: in den neunzig Tagen

01:08:22: sind sie wieder

01:08:23: zu kurz.

01:08:25: In den neunzig Tagen kannst du die Leidenschaft

01:08:27: von dem

01:08:28: Azubis rauskriegen.

01:08:31: Also... Ihr seid da live dann vor Ort oder macht ihr auch online Geschichten?

01:08:35: Oder irgendwie Hybrid, was ist da so euer Ansatz?

01:08:39: Es kommt drauf an.

01:08:40: also

01:08:42: wenn der Betrieb jetzt möchte dass wir da

01:08:45: vor Ort sind ständig dann auch gerne

01:08:50: Die meisten Sachen können ja aber heutzutage ja

01:08:52: online alles machen also kein

01:08:55: Thema.

01:08:57: Oftmals ist es auch so, wenn du dann dort hingehst oder... Wenn dir da jemand über die Schulter guckt, wirst du natürlich

01:09:04: dann anders.

01:09:05: So

01:09:05: kann man das online machen.

01:09:07: Ich denke mal, dass es am Anfang

01:09:08: schon mal besser ist.

01:09:18: Das wird natürlich alles verlinkt.

01:09:23: also man findet euch auf jeden Fall, wenn euch das liebe Touhehörn spricht und ihr da bedarf genauer sicher.

01:09:38: Ja krass!

01:09:38: Und gibt's jetzt irgendwas wo ihr sagt kulinarisch dieses nächstes Jahr möchte ich noch lernen, also irgendwie eine andere Art zu kochen oder ähnliches.

01:09:52: Habt ihr irgendwas auf der Liste was der nächste

01:09:55: Schritt wäre?

01:10:00: Was ist der nächste schritt wäre?

01:10:02: Also jetzt

01:10:03: im Thema Kochen.

01:10:08: Eigentlich wollte ich das Schnitzen wie meine Oma machen.

01:10:17: Nein, Kulinarischen?

01:10:19: Momentan nein.

01:10:21: Was mich interessiert ist das Asiatische aber da möchte ich

01:10:23: gerne mal hin.

01:10:26: Da würde ich lieber gern mal hin

01:10:28: reisen.

01:10:30: So Tokio oder so dieses Streetfood.

01:10:33: Ich mag Streetfood und

01:10:39: ich möchte meinen Sohn jetzt bald besuchen gehen als der wundene

01:10:42: Apel

01:10:43: und damals wieder eine Pizza essen.

01:10:45: Das sind so... Ich mag die traditionelle Küche also für

01:10:48: mich müsste Das ist mega schick.

01:10:50: Ja.

01:10:52: Susanne, hast du irgendwas noch

01:10:55: auf der Liste?

01:10:57: Ich bin eher so der süße Typ.

01:10:58: also ich habe auch zur Ausbildung zum Abschluss ein Dessertkoch Buch geschenkt bekommen.

01:11:04: Ich bin mich gerade am vorarbeiten in die vegane Küche weil das ja erstens jetzt auch an eher so in die Trendrichtung geht dass sie Menschen mehr bewusst

01:11:14: werden

01:11:16: umschwenken.

01:11:17: es gibt mittlerweile auch mehr vegane Produkte wo ich aber halt nicht so gerne kaufe, weil die Zusatzstoffe mir ein bisschen aufstoßen wenn es zu viele sind.

01:11:27: Und ja da will ich so ein bisschen mehr reingehen

01:11:31: auch

01:11:31: was veganes Backen angeht.

01:11:33: Da gibt's auch in Berlin schon ganz ganz tolle Orte, wo man vegane Kuchen kaufen kann und so.

01:11:38: Ich würde das selber auch ausprobieren, welche ich immer selber gerne gebacken habe und auch Cupcakes und sowas gemacht hab.

01:11:44: Die veganen Kuchen probiert haben wir noch zur Studienzeiten Genau, bin ich fast erstickt.

01:11:56: Habe ich jetzt schon noch mal mehr?

01:12:00: Ja, ich denke, dass Kevin hat mich überzeugt, dass sich das Projekt Rolladen nochmal angehen muss.

01:12:11: Hab' ich jetzt weiß nicht... Erste drei oder vier Mal

01:12:13: versucht und drei oder Viermal war's okay.

01:12:21: Wobei es nicht am Fleisch lag!

01:12:23: Also das war gut.

01:12:27: Verrückt, verrückt, verrückt.

01:12:29: Ich hätt

01:12:30: das nicht zum Beispiel auch so ein Ding, dieses Fleisch.

01:12:33: Also was mich interessieren würde ist wie schaffe ich es?

01:12:36: Das veganes Essen aussieht und schmeckt wie Fleisch dass es keiner merkt.

01:12:41: also ich habe von einem Restaurant gehört die tatsächlich nur Vegan kaufen und die halt so Hausmannskost anbieten.

01:12:47: Und sie hatten eine Kritik von dem Gast der nichts Veganes auf der Karte gefunden hat.

01:12:50: dabei ist alles vegan

01:12:52: Verrückt!

01:12:52: Die

01:12:53: haben das schon umgesetzt.

01:12:54: Das würde mich auch

01:12:55: interessieren.

01:12:59: Muss das gar nicht sein?

01:13:00: Schade, wenn man dann so kauft wie du wirst.

01:13:05: Weil es steht für sich.

01:13:10: Also das ist eine Sache die macht die Speisekarte oder die Küche also in meinen Augen zumindest einfach ein bisschen reichhaltiger und auch nutzen

01:13:21: kann.

01:13:24: Im Koch ist das eigentlich so die Vegan- oder die Fremdgeschichte

01:13:28: eigentlich

01:13:28: was Gutes.

01:13:29: Man muss mal wieder seinen Kopf anstrengen.

01:13:32: Man hat ja immer so die klassischen Sachen

01:13:35: vielleicht

01:13:36: gleich bei der Käse Und man hat ja auch seine Standardrezepte.

01:13:41: und so ein veganer Teller, was kann ich da jetzt machen?

01:13:47: Da muss man schon dreimal

01:13:48: überlegen.

01:13:48: Auch als gestanden oder kocht oder so.

01:13:51: Ich finde das eigentlich gar nicht mal so schlecht dass man da eben

01:13:54: bisschen

01:13:54: rumbasseln kann.

01:13:56: Dass es solche Trends eben gibt und dass man

01:13:58: dann

01:13:59: eigentlich ist es ja nicht mehr mehr einen Trend.

01:14:02: also Wenn ein Standort geworfen, also wenn du vegane Sachen anbietest in einem Restaurant.

01:14:07: Das ist eigentlich gar nicht mehr weg zu denken oder zu daugen.

01:14:10: In den Städten auf jeden Fall, so sage ich mal jetzt, in den Städen auf jeden fall... Ich bin ja hier so auf dem Dorf ne?

01:14:18: Wenn wir zu einem Dorffest gehen und wir wollen nicht einen Steak- oder eine Wurst essen.

01:14:25: Puh!

01:14:26: Dann ist schon nicht immer dünn.

01:14:30: Schade weil sicherlich einige Menschen die das nehmen würden.

01:14:35: Nicht nur drei vier sondern Ich denke mittlerweile schon ein Viertel, ein Drittel der Menschen würden da auch auf so einem Dorffest was anderes kaufen.

01:14:44: oder hier wenn man in eine Gaststätte hier geht.

01:14:49: Schwierig da etwas Gutes zu finden außer im Salat mit Putenstreifen Der Klassiker Was vegetarisch ist und im Salad mit

01:15:01: putenstreif.

01:15:10: Ja prima Wir sind schon echt ganz gut mit der Zeit durch.

01:15:16: Ich kann euch nicht hinlassen ohne die letzte Frage, die ich so ganz gerne stellen und ihr kennt ja wahrscheinlich diese großen Werbeflächen.

01:15:26: Was sind das?

01:15:26: Drei auf fünf Meter wo sie dann irgendwie was hinmalen wenn ihr jetzt bei euch eine Werbe Fläche hättet.

01:15:35: Was würdet ihr da drauf schreiben?

01:15:37: dass es auch wirklich jeder sieht, jeder sehen muss?

01:15:41: Ja, also das kann natürlich jetzt euer Projekt sein.

01:15:44: Das kann aber auch vielleicht irgendwas was euch wichtig ist sein.

01:15:49: darf auch jeder für sich

01:15:51: beantworten.

01:15:59: Du zuerst!

01:16:00: Ich überlege noch.

01:16:03: Was müsste die Welt

01:16:04: wissen?

01:16:09: Also was ich immer sage es ist so ein Statement von mir während der Gastronomie pleite geht.

01:16:14: da hat das Spiel nicht verstanden Weil man hat einfach den Vorteil gegenüber dem Einzelhandel, du musst den Gast der bei dir sitzt nicht mehr überzeugen dass er sein Geld bei dir lässt.

01:16:24: Das hat er ja schon entschieden.

01:16:25: Du musst ihm nur noch sagen wie viel und das ist deine Aufgabe als Gastgeber, dass du den Gast abholst und ihn sagt, wie viele ausgeben soll.

01:16:35: Und der Witz ist je mehr die Gäste ausgeben umso eher kommen sie wieder.

01:16:43: Was ich immer sage ist,

01:16:45: Gastronomie ist das schönste Beruf dabei und dabei bleibe ich auch.

01:16:49: Wir müssen ihm das schön

01:16:50: machen

01:16:52: Wir müssen ihn noch schöner machen und wir müssen es zurückbringen.

01:16:58: Vielen lieben Dank für Eure Herz, echt gemerkt!

01:17:02: Ihr brennt den Job, ihr brennst für das Gastgeber sein.

01:17:06: Es war total schön so das A zu hören und B dann auch zu sehen.

01:17:13: Merkt man auch immer wenn jemand sowas einfach nur sagt oder wenn's Feuer in den Augen funkelt.

01:17:18: von dem her ich wünsche Euch mit dem Projekt, der Gastro mit allem was wo ansteht ganz viel Erfolg Und freue mich, wenn es vielleicht auch nochmal einen

01:17:28: zweiten Teil hier gibt und ihr

01:17:32: mehr darüber berichten

01:17:33: könnt.

01:17:35: Wir haben zu

01:17:35: danken!

01:17:37: Ja, dank dir!