OnTeamz // Der Ausbildungspodcast  Strukturen, Impulse & echte Gespräche

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Der Ausbildungspodcast

#245 Aufgeben oder Loslassen 🟢 Martin Trosits über Entscheidungen, Disziplin und das, was Ausbildung wirklich prägt

#245 Aufgeben oder Loslassen 🟢 Martin Trosits über Entscheidungen, Disziplin und das, was Ausbildung wirklich prägt

Was unterscheidet jemanden, der aufgibt, von jemandem, der loslässt? Martin Trosits war Offizier bei der Bundeswehr, später Mitgesellschafter einer Vermögensverwaltung und hat beide Welten bewusst verlassen. In dieser Episode spricht er über Entscheidungen, die man mit 19 trifft, ohne zu wissen, was sie bedeuten, über Disziplin als erlernbare Fähigkeit und darüber, warum Small Talk in der Ausbildung kein Nice-to-have ist, sondern ein Trainingsthema.

Gast: Martin Trosits — Trainer, Coach, Buchpodcaster ("100 Bücher in 200 Wochen")
Was diese Folge bewegt:
Martin Trosits hat einen ungewöhnlichen Weg hinter sich. Bundeswehr, Offizierslaufbahn, Studium der Bildungs- und Erziehungswissenschaften, zehn Jahre als Mitgesellschafter in der Vermögensverwaltung — und dann jeweils bewusst weitergemacht. Nicht weil er scheiterte, sondern weil er erkannte, wann etwas zu Ende war.
In diesem Gespräch geht es um Fragen, die jeden in der Ausbildung betreffen:
Wann hat jemand wirklich aufgegeben — und wann hat er losgelassen? Was brauchen junge Menschen, die zum ersten Mal echten Druck erleben? Warum verliert Kommunikationsfähigkeit bei Azubis und Trainees messbar nach — und wessen Verantwortung ist das? Und warum lautet die wichtigste Frage im Berufsleben nicht "Wohin gehe ich?" sondern "Wer bin ich?"
Martin unterscheidet zwischen Aufgeben — dem Weg des geringsten Widerstands — und Loslassen — der Einsicht, alles gegeben zu haben. Dieser Unterschied ist klein in der Formulierung und groß in der Wirkung.
Für Ausbilder, Ausbildungsleiter und alle, die junge Menschen in Übergangsphasen begleiten, steckt in dieser Episode mehr Substanz als in manchem Seminar.
Themen im Gespräch:

Mit 19 für 12 Jahre unterschreiben und nicht wissen, was das bedeutet · Grundausbildung als prägende Grenzerfahrung · Bildungs- und Erziehungswissenschaften in der Kampftruppe · Aufgeben vs. Loslassen · Wer bin ich, wohin gehe ich, mit wem in dieser Reihenfolge · Small Talk als Einstiegstür in echte Gespräche · Azubis, die nicht mehr telefonieren · The One Thing und die Kunst, Projekte in erste Schritte zu zerlegen · Gewohnheiten als langfristiger Hebel · 100 Bücher in 200 Wochen

#244 Erst wenn es wehtut: Warum Ausbildungsformate so lange überleben, bis sie scheitern | Marlene Weiner

Warum ändert sich in der Ausbildung so wenig — obwohl so viel nicht funktioniert?
Marlene Weiner kennt die Antwort aus zwei Jahrzehnten Praxis: Erst wenn der Schmerz groß genug ist, wird gehandelt. Vorher läuft es irgendwie. Und irgendwie reicht lange.
In dieser Folge des OnTeamz Ausbildungspodcasts spricht Marc Fischer mit Marlene Weiner über ihre Arbeit als Ausbildungsberaterin, die Realität auf Berufsorientierungsmessen, warum Jugendliche nur die Gummibärchen mitnehmen — und was Unternehmen tun können, bevor es zu spät ist.
Marlene Weiner ist Industriekauffrau, war 11 Jahre Geschäftsführerin im elterlichen Familienunternehmen und macht sich seit 8 Jahren selbstständig für das Thema, das sie immer schon begleitet hat: Ausbildung. Sie ist Ausbilderin, IHK-Prüferin, aktiv in Netzwerken für Familienunternehmer und organisiert seit Jahren Ausbildungsmessen, bei denen Jugendliche Berufe wirklich erleben können.
Was ihr in dieser Folge mitnehmt:

Warum Ausbildungsveranstaltungen seit Jahrzehnten gleich aussehen — und was das kostet

Wie Jugendliche zu Multiplikatoren werden, wenn man sie richtig einbindet

Warum Ausbilder zuerst das erleben sollten, was Azubis erleben

Was ein IHK-Wettbewerb mit Azubis als Projektteam über Potenzial zeigt

Wie echtes Netzwerken in der Ausbildung aussieht — und was es nicht ist

#243 Ausbildung für wen? Wenn das System sich selbst wichtiger nimmt als die Azubis

Das Ausbildungssystem wurde nicht für Azubis gebaut.

Das sagt jemand, der selbst mittendrin sitzt.
Steven Walsh ist Strategy & Partner Manager, Präsident der IG UnBB und Präsident der Kommission B&Q in der Schweizer ICT-Berufsbildung. Er gestaltet Ausbildungsordnungen mit, sitzt in Gremien, kennt die Mechanismen und er spricht offen darüber, was in diesen Mechanismen nicht stimmt.

In dieser Folge sprechen Marc und Steven über die unbequeme Frage, für wen das Berufsbildungssystem eigentlich existiert. Über Jugendliche, die in der Schule auffällig waren und in der Ausbildung aufblühen. Über Prüfungen, die Vergangenheit abfragen, obwohl wir Menschen für die Zukunft ausbilden. Und über einen Schweizer Versuch, Azubis direkt in die Gestaltung ihrer eigenen Ausbildung einzubinden mit überraschenden Ergebnissen.

Außerdem: Warum agile Methoden auch in der Berufsbildung funktionieren. Was Marc von seiner 13-jährigen Tochter über Content Creation lernen musste. Und warum der Satz "Das hat man schon immer so gemacht" heute eine ganze Generation verlieren kann.

Infos zum Gast: Steven Walsh

LinkedIn: linkedin.com/in/berufsbildungsprofi

Tätigkeiten: Strategy & Partner Manager, Präsident IG UnBB, Präsident Kommission B&Q, Vorstandsmitglied, Referent zu Agilität in der Bildung

Themen dieser Folge:

Für wen ist das Berufsbildungssystem wirklich gebaut?
Agile Methoden in der Ausbildung was steckt dahinter?
Azubis als Sparringspartner im eigenen Ausbildungssystem
Warum wir vielleicht das Falsche prüfen
Jugendliche, die in der Schule scheitern und in der Ausbildung aufblühen
ICT-Fachkräftemangel: 54.000 fehlende Stellen bis 2033
Berufsentwicklung im 5-Jahres-Rhythmus reicht das?
Bildungswahl als soziale Prägung, nicht als freie Entscheidung

#242 Falsches Bild / Warum Azubis immer unfair bewertet werden

Ein Azubi gibt zweieinhalb Jahre alles. Wächst. Scheitert. Steht wieder auf. Liefert in Abteilung 3 Großartiges ab, das niemand aufgeschrieben hat.
Dann kommt das Übernahmegespräch.
Und der Ausbilder entscheidet auf Basis von dem, was er noch im Kopf hat. Was zuletzt passiert ist. Was hängengeblieben ist.
Das ist kein Vorwurf. Das ist Psychologie. Und es ist ein strukturelles Problem, das täglich in deutschen Ausbildungsbetrieben passiert.
In dieser Folge spreche ich mit Anja Düker und Sebastian Tempel von Apprentio einem Ausbildungsmanagement-Tool, das seit 2011 ausbildende Unternehmen dabei unterstützt, Ausbildungsprozesse so zu strukturieren, dass mehr Zeit für das Wesentliche bleibt: die Menschen.
Wir sprechen über den Recency-Effekt in der Ausbildungsbeurteilung, über Abbrecherquoten zwischen 25 und 50 Prozent, über den Unterschied zwischen Österreich und Deutschland in der Ausbildungskultur und darüber, warum viele fachliche Ausbilder nicht wissen, was in der sachlichen zeitlichen Gliederung ihrer eigenen Azubis steht.
Außerdem: Warum LinkedIn ein verzerrtes Bild der Ausbildungsrealität zeichnet. Und was passiert, wenn Ausbilder endlich den ganzen Menschen sehen nicht nur den letzten Eindruck.
Über die Gäste
Anja Düker und Sebastian Tempel sind bei Apprentio (Webstuit GmbH) tätig einem Ausbildungsmanagement-Tool, das ausbildende Unternehmen von der Einstellung bis zur Übernahme begleitet. Seit Anfang 2025 gibt es Apprentio auch in einer kostenfreien Version für Betriebe mit bis zu 5 Azubis.

Apprentio auf LinkedIn:
Sebastian Tempel https://www.linkedin.com/in/sebastian-tempel/
Anja Düker. https://www.linkedin.com/in/anja-dueker/

#241 Ausbilder am Limit // Warum Kapazität das größte Ausbildungsproblem ist

Brigitte Teschner berät seit über 15 Jahren Unternehmen im Bereich Ausbildung und sie erlebt gerade einen Wandel, der viele Ausbilder an ihre Grenzen bringt.

In dieser Folge sprechen wir darüber, warum Ausbilder heute mit Themen konfrontiert werden, für die sie niemand vorbereitet hat: psychische Erkrankungen bei Azubis, KI-Kompetenzvermittlung, Coaching ohne Coaching-Ausbildung. Und das alles bei gleichbleibenden Kapazitäten.

Außerdem: Warum das Studium kein Orientierungsmittel ist, weshalb Brigitte ein Pflichtpraktikum in jedem Schuljahr fordert, und wie sie den Wandel in der Ausbildungsberatung von rein fachlicher Prüfungsvorbereitung hin zu Future Skills und Human Skills in den letzten 15 Jahren selbst erlebt hat.

Hier geht es zum DALK: https://deutscher-ausbildungsleitungskongress.de/

Und hier direkt zu Brigitte: https://www.linkedin.com/in/brigitte-teschner-ausbildungsexpertin/

#240 Von der Absage zur Berufung / Wie Florian Kuntscher eine Ausbildung von 0 auf 14 aufbaut

Flo Kuntscher wollte Lagerleiter werden. Bekam eine Absage. Wurde Ausbildungsleiter. Heute baut er bei der Pfeiffer Group in Hessen eine Ausbildungsabteilung von Grund auf – von 0 auf bald 14 Azubis. Im Gespräch erzählt er, warum er nur belebte Lebensläufe einstellt, wie ein Obstkorb mehr Vertrauen schafft als jedes Feedbackgespräch, und was es bedeutet, wenn der beste Azubi im Jahrgang vorher 70 Mal keine Rückmeldung bekommen hat.

#239 Ausbildung bestanden von Neuseeland aus: Wie Peter Maibaum das Chemie-Prüfungscoaching neu denkt

Wenn ein Azubi durch die Abschlussprüfung fällt, ist das nie nur sein Problem das sagt Peter Maibaum, und er meint es ernst.

Peter hat selbst als Chemielaborant angefangen, die Ausbildung auf drei Jahre verkürzt, nebenbei studiert und wurde schließlich von seinen eigenen Laborkollegen zum Ausbilder gewählt weil er es eh schon längst war.

Heute entwickelt er von Neuseeland aus digitales Prüfungscoaching für Chemieazubis und arbeitet direkt mit Unternehmen zusammen, die ihre Auszubildenden endlich strukturiert auf die IHK-Prüfung vorbereiten wollen.

In dieser Episode sprechen wir darüber:

Warum Peter sich trotz Top-Abitur bewusst für die Ausbildung entschieden hat
Was an klassischen Prüfungsvorbereitungen schiefläuft und wie es besser geht
Wie man als Ausbilder nicht nur auf dem Papier gut ist, sondern wirklich
Warum ein durchgefallener Azubi immer auch ein Systemversagen ist
Wie Peter sein Coaching-Business von der anderen Seite der Welt aufbaut

Diese Folge ist für alle, die Azubis nicht nur beschäftigen, sondern wirklich ausbilden wollen.
🔗 Peter auf Instagram: maibaum.chemistream

Auf Linkedin: https://www.linkedin.com/in/peter-maibaum-187364278/

Simple Club: https://business.simpleclub.com/

#238 Warum zerren und ziehen alle am Ausbilder?

Simone Oßwald hat im Einzelhandel gelernt, war dann 13 Mal umgezogen, stand plötzlich ohne Job am Bodensee und hat aus dieser Situation heraus ein Unternehmen aufgebaut, das heute mit einem sechsköpfigen Team Azubis und Ausbilder in ganz Deutschland begleitet.

In dieser Folge sprechen Marc und Simone darüber, was Ausbilder wirklich brauchen und was sie heute häufig fehlt: Rollenklarheit. Wer neu ins Ausbilden reingeworfen wird, steht oft allein da. Kein Onboarding, kein Auftrag, nur der Titel. Simone zeigt mit einer simplen Übung dem „Zerren am Ausbilder" was das im Alltag bedeutet: zu viele Erwartungen, zu wenige Grenzen, zu wenig Klarheit darüber, was die eigene Aufgabe überhaupt ist.

Außerdem: Warum Kniggetraining allein nichts bringt. Was der Generationenkonflikt mit Lebensphase statt Zeitgeist zu tun hat. Warum Augenhöhe keine Einbahnstraße ist. Und was ein Azubi, der heimlich WhatsApp schreibt, eigentlich gerade braucht.

Eine Folge für alle, die Azubis begleiten und endlich verstehen wollen, warum das so viel mehr ist als ein Nebenjob.

#237 KI trifft auf Ausbildung im Bereich der Steuern 😱

Oliver Molthan war verbeamteter Berufsschullehrer – der sichere Job, den viele anstreben. Doch der Lockdown 2020 zwang ihn, alles neu zu denken: Wie erreicht man Azubis, die kurz vor der Prüfung stehen und plötzlich zu Hause sitzen?

Was als Notlösung mit selbst gedrehten Lernvideos begann, wurde zur Lernplattform steuer-azubis.de speziell für . In dieser Episode erklärt Oliver, warum er den goldenen Käfig Beamtenstatus bewusst verlassen hat, wie KI den Ausbildungsalltag in Steuerkanzleien verändert und was junge Menschen heute wirklich brauchen, um durch ihre Prüfungen zu kommen. Eine Folge für alle, die glauben, dass digitales Lernen in der Ausbildung noch immer Zukunftsmusik ist.

#236 3_Dinge, die Ausbilder tun, die ihre Azubis wirklich halten

Was unterscheidet Ausbilder, deren Azubis bleiben und wachsen, von denen, die ständig kämpfen? In dieser Folge spricht Marc Fischer mit Sandra und Thorsten von STARSATWORK über ausbildungsbegleitende Persönlichkeitsentwicklung und warum der Ausbilderschein allein noch kein guter Ausbilder macht.

Die beiden erklären, warum unausgesprochene Erwartungen Ausbildungen scheitern lassen, wie 15 Minuten Gespräch pro Woche den Unterschied machen und was passiert, wenn Ausbilder aufhören zu urteilen und anfangen zu verstehen.

Dazu: Warum ihr Ziel ist, sich überflüssig zu machen und was das über ihr Selbstverständnis als Begleiter sagt.